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Rathaus

Entscheidung im Dezember

Altenberge

Ende des Jahres soll die Entscheidung darüber fallen, wie es mit dem Rathaus weitergeht. Zunächst warten die Politiker auf Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die im September vorliegen sollen. Außerdem wird es eine Bürgerversammlung vor der Entscheidung der Kommunalpolitiker geben.

Martin Schildwächter

Was passiert mit dem Rathaus? Abriss und Neubau am jetzigen Standort, Sanierung oder Neubau auf dem Gelände der Johannes-Grundschule – diese drei Varianten stehen zur Diskussion. Foto: mas

„Es steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest, wo, was und wie gebaut wird.“ Matthias Große Wiedemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, wies in der Sondersitzung des Bau- und Planungsausschusses mehrmals darauf hin, dass sich das Thema Rathaus-Neubau oder -Sanierung erst ganz am Anfang des Entscheidungsprozesses befinde. Dennoch: Die Grünen wollten bereits am Montagabend über Details, wie die Wahl der Baumaterialien oder Dachbegrünung, diskutieren. Doch diese Themen werden im Laufe der Jahre, wenn es um die konkrete Umsetzung geht, auf die Tagesordnung kommen, betonte Volker Thiemann, Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses.

Johannes-Grundschule

Am Montagabend wurde das Rathausprojekt trotz der Vorbehalte der Grünen-Politiker auf den Weg gebracht: Die „assmann Gruppe“ aus Dortmund/Münster wird Wirtschaftlichkeitsberechnungen für drei Varianten erarbeiten. Variante 1: Sanierung und Erweiterung des Rathauses am jetzigen Standort; Variante 2: Neubau am jetzigen Standort (vorübergehender Unzug); Variante 3: Neubau am Standort der heutigen Johannes-Grundschule.

Zu üppig

Derzeit hat das Rathaus eine Fläche von 1733 Quadratmeter. In den ersten Flächenbedarfsberechnungen kamen am Ende 2590 Quadratmeter heraus. „Das scheint uns etwas zu üppig zu sein“, meinte Große Wiedemann. Die Christdemokraten halten es beispielsweise für nicht erforderlich, dass künftig alle fünf Fachbereiche einen eigenen Besprechungsraum vorhalten müssten. Große Wiedemann: „Das ist deutlich zu groß.“ Fazit: Auf Vorschlag der CDU soll die Wirtschaftlichkeitsberechnung auf der Grundlage eines Raumbedarfs von 2385 Quadratmeter erfolgen.

Architektenwettbewerb

Werner Schneider, Fraktionsvorsitzender der Grünen, enthielt sich am Montagabend bei der Abstimmung. Ginge es nach ihm, sollte bereits vor der Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Architektenwettbewerb für alle drei möglichen Varianten durchgeführt werden. Schließlich gehe es um „eine ortsbildprägende Entscheidung“, so Werner Schneider. Doch mit diesem Vorschlag konnte sich der Grünen-Politiker nicht durchsetzen.

Voraussichtlich in der September-Sitzung des Bau- und Planungsausschusses sollen die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnung vorliegen. Anschließend beraten die Fraktionen und es folgt eine Bürgerversammlung. Wenn alles glatt läuft, könnte Ende dieses Jahres feststehen, für welche der drei Varianten sich der Gemeinderat entscheidet. Dann folgt ein „offener und transparenter Architekten-Wettbewerb“, kündigte Bürgermeister Jochen Paus am Montagabend an.

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