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Corona-Pandemie: Casa Nova hält Kontakt nach Brasilien

Essenspakete für bedürftige Familien ausgeteilt

Altenberge

Der Verein Casa Nova betreut Projekte in Bela Vista in Brasilien. Auch dort gibt es Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das macht die Arbeit für die Vereinsmitglieder schwerer. Dennoch kümmern sich die Partner um dringend notwendige Hilfen.

wn

Auch auf den Straßen in Lages, wo sich das sogenannte Centro befindet, hält sich niemand mehr auf. Das Coronavirus hat Brasilien fest im Griff. Foto: Casa Nova

Der Altenberger Verein Casa Nova unterstützt seine Partner in der kleinen Stadt Bela Vista im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien. In dem Stadtteil Lages ist das in Gemeinschaftsarbeit entstandene „Centro“ Mittelpunkt für viele Familien. Die kleinen Kinder werden betreut und für die Jugendlichen gibt es Freizeitangebote und finanzielle Unterstützung bei der Ausbildung, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Leben stiller geworden

„Auch Brasilien hat das Coronavirus fest im Griff“, berichten Sandra de Avila und Günter Raecke, die gerade vor Ort sind. In Sao Paulo und Rio de Janeiro gebe es die meisten Fälle. Nun auch in den Favelas. „Seit etwa drei Wochen ist das Leben stiller geworden, die Leute bleiben zuhause, soweit es geht“, so da Silva weiter. „Es ist eine große Umstellung, sich nicht mehr mit Küsschen rechts und links zu begrüßen, aber mittlerweile haben sich die Leute dran gewöhnt.“

In dem Bundesstaat Minas Gerais und der Gegend um die kleine Stadt Bela Vista gebe es bisher noch nicht so viele Corona-Infizierte und Tote, berichten die beiden weiter. Die großen, dicht besiedelten Städte sind stärker betroffen. Die Zahl der Toten liegt aktuell bei über 1300 Toten in ganz Brasilien. Zwar schätze der Präsident Bolsonaro das Virus als harmlos ein, aber die Minister und auch die Regierungen der Bundesstaaten haben schnell mit Ausgangssperren reagiert. Der Corona-Gruß erfolgt nun mit dem Fuß, so Sandra de Avila und Günter Raecke.

Abwarten

In Lages wurde das Centro geschlossen, es werden keine Kinder betreut und auch keine Treffen mehr veranstaltet. Das Projekt „Prävention“ mit den Jugendlichen, um sie von einer kriminellen Laufbahn abzuhalten, konnte nicht veranstaltet werden, bedauern de Avila und Raecke. „Alles war schon vorbereitet. Nun muss erst mal abgewartet werden.“

Die Corona-Krise trifft auch zwei Absolventinnen, die ihre Ausbildung frisch abschlossen haben. Zurzeit ist eine Jobsuche nicht möglich. „Es ist ruhiger geworden, man hört die Vögel zwitschern“, teilen sie mit.

Die aktuelle Lage mit den Ausgangsbeschränkungen, die durch die Regionalregierung durchgesetzt wurden, treffe vor allem die Tagelöhner. Die wenigsten hätten Erspartes, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Von denen gebe es viele in Lages. Sandra de Avila berichtet von hungrigen Kindern, die sonst in der Kindergruppe versorgt werden, denen der Verein Casa Nova helfen könne.

Mindestabstand

„Es werden nun zwei Mal die Woche Essenspakete für bedürftige Familien geschnürt. Auch an Ostern wurde Essen zum Mitnehmen ausgeteilt“, schreiben Vertreter des Vereins. „ Alles mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern.“

Wer mehr über die Arbeit des Vereins erfahren möchte, die Homepage von Casa Nova ist wieder aktiv und befindet sich im Aufbau.

Für diese Aktionen werden Unterstützer gesucht. Das Spendenkonto des Vereins Casa Nova lautet: Volksbank Greven, IBAN: DE83 4006 1238 7859 4187 00; BIC: GENODEM1GRV.

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