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Caritas: Lea Kurth berät bei Wohnungsproblemen

Frühzeitig einschreiten

Altenberge

Wenn die Probleme rund um das Thema Wohnen immer größer werden, dann ist Lea Kurth, Mitarbeiterin der Caritas, zur Stellen. Sie berät Personen, die beispielsweise ihre Miete nicht mehr bezahlen können.

Von Martin Schildwächterund

Hilft bei Problemen rund um das Thema Wohnen: Lea Kurth, Mitarbeiterin des Caritasverbandes Emsdetten-Greven. Foto: mas

Die Mietschulden werden immer größer, der Wohnraum wird teurer oder ist zu klein, der Eigentümer kündigt wegen Eigenbedarfs: Viele Gründe, warum Familien, Alleinstehende oder Alleinerziehende vor großen Problemen stehen können. Oft droht in solchen Fällen, komplett ohne Wohnung dazustehen. Doch so weit soll es erst gar nicht kommen. Das ist das Ziel von „Endlich ein Zuhause“, eine Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit. Wer davon betroffen ist, sollte rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. In Altenberge steht mit Lea Kurth eine kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung. Die Sozialarbeiterin des Caritasverbandes Emsdetten-Greven bietet regelmäßig in den Räumen des Familienbündnisses Sprechstunden an, die aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nur online oder telefonisch vereinbart werden können.

Mietschulden

„Wir möchten insbesondere präventiv werden, um Wohnungslosigkeit zu vermeiden“, sagt Helmut Henrich, Fachbereichsleiter des Caritasverbandes Emsdetten-Greven. „Wir möchten möglichst früh eingreifen, damit es erst gar nicht dazu kommt.“

Auf drei Bausteine fußt die Arbeit von Lea Kurth: Die Wohnungssicherung, die Wohnungsverlustvermeidung und die Wohnungsvermittlung. Je früher die Mitarbeiterin der Caritas beispielsweise von Mietschulden erfährt, umso größer ist die Chance, erfolgreich zu helfen, sagt Lea Kurth. Ob Schuldnerberatung oder Jobcenter, Kurth versucht Lösungen aufzuzeigen und weitere Institutionen ins Boot zu holen. Kurth: „Die Schuldenfalle sollte nicht zu groß werden.“ Dass dabei auch andere Institutionen im Familienbündnis beratend zur Seite stehen, erleichtere die Arbeit. Kurth: „Die Vernetzung ist sehr gut.“

Privatinsolvenz

Wenn es um Mietschulden geht, die oft bei Arbeitslosigkeit oder einer Privatinsolvenz entstünden, ließen sich Lösungen unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter finden, sagt Lea Kurth. Zudem kann es zu finanziellen Problemen kommen, wenn Menschen von Minijobs oder von „schlecht bezahlter Arbeit“ leben müssen, so Helmut Henrich.

Aufgabe der Caritas sei es auch, sagt Henrich, frühzeitig auf Probleme hinzuweisen: „Es muss mehr bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.“ Insbesondere Beschäftigte mit einem geringen Einkommen seien auf günstige Mietwohnungen angewiesen. „Da muss sich etwas bewegen“, sagt Henrich. Die Caritas kann sich daran beteiligen, „Ideen zu entwickeln, wie die Situation verbessert werden könne“, bietet Henrich Hilfe an.

Mietwohnungen

Lea Kurth ist jedoch nicht nur Ansprechpartnerin für Mieter, sondern auch für Vermieter. Ziel der Beratung soll es sein, Mieter und Vermieter an einen Tisch zu bekommen, um bei Konflikten nach einer Lösung zu suchen und Mietverhältnisse fortzusetzen. „Vermieter profitieren auch von unserer Arbeit“, so Kurth. „Wir können ihnen einen großen Teil ihrer Probleme abnehmen.“ Und das erspare den Vermietern „Ärger, Zeit und Geld“.

Wohnungslosigkeit

Die Beratung bei Wohnproblemen oder drohender Wohnungslosigkeit mit Lea Kurth findet derzeit aufgrund der Corona-Pandemie nur noch telefonischer Vereinbarung (0173/6483236) oder per E-Mail an kurth@caritas-emsdetten-greven.de statt. 

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