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Drei Rollstuhlfahrer äußern Kritik am neuen Marktplatz

„Für uns ist nichts besser geworden“

Altenberge

Die Treppenstufen sind der Stein des Anstosses. Auch eine richtige Rampe fehle, sagen Wolfgang Heite, Anne Berkenheide und Susanne Rövekamp. Mit dem neuen Marktplatz sind sie sehr unzufrieden.

Marc Brenzel

Anne Berkenheide, Susanne Rövekamp und Wolfgang Heite (v.l.) sind mit dem Neubau des Marktplatzes nicht zufrieden. Foto: Bettina Laerbusch

Der Umbau des Altenberger Marktplatzes ist abgeschlossen. Ziel war es, den Platz wieder attraktiver zu machen. Das, so meint Wolfgang Heite, sei aus seiner Sicht überhaupt nicht gelungen.

Diese Meinung teilen Anne Berkenheide und auch Susanne Rövekamp, die genau wie Heite auf den Rollstuhl angewiesen sind.

Ihre Kritik bezieht sich auf die Treppenstufen an der einen Seite des neuen Marktplatzes. Sie seien so gebaut worden, dass sie von älteren Menschen, Familien mit kleinen Kindern oder Rollstuhlfahren nicht oder zumindest nur schwer genutzt werden könnten.

Stufen ungeeignet für ältere Menschen

Dabei sei in den damals ausliegenden Planungen suggeriert worden, dass man auch weiterhin barrierefrei den ganzen Platz befahren könne, ärgert sich Berkenheide. „Vorher gab es da noch eine Schräge. Die war zwar steil, aber immerhin war sie da“, erläutert die Altenbergerin ihre Sicht. „Wir sind überhaupt nicht zufrieden.“

Wollen die Rollstuhlfahrer vom Eiscafé kommend in Richtung Apotheke oder Supermarkt, dann geht das nur über die Rampe neben der Mauer. „Das ist aber mehr eine Zulieferstraße für die dortigen Geschäfte. Das als Rampe zu bezeichnen, ist schon recht sportlich. Ich verstehe unter einer Rampe eine jederzeit zugängliche Schräge, die nicht durch Lieferfahrzeuge verstellt ist“, klagt Heite.

Heite, Berkenheide und Rövekamp sind sich einig: „Für den neuen Marktplatz in Altenberge ist viel Geld ausgegeben worden, aber für uns Rollstuhlfahrer ist es nicht besser, sondern schlechter geworden.“

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