1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Altenberge
  6. >
  7. Geschichte wird lebendig

  8. >

Spatenstich für Holzschuhmacherwerkstatt

Geschichte wird lebendig

Altenberge

Spatenstich für ein weiteres Projekt des Heimatvereins: Auf dem Areal der Boulebahn wird in den nächsten Monaten eine Holzschuhmacher-Werkstatt errichtet. Für die Umsetzung des rund 400 000 Euro teuren Vorhabens hatte sich unter anderem die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking eingesetzt. Bis auf die Grünen stimmten alle Parteien des Gemeinderates der Umsetzung des Vorhabens zu.

-mas-

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen am ersten Spatenstich für die Holzschuhmacherwerkstatt teil. Darunter auch MdL Christina Schulze Föcking, Heimatvereins-Vorsitzender Franz Müllenbeck und Bürgermeister Karl Reinke (vorne v.l.). Foto: mas

„Hier wird lebendige Geschichte geschrieben“, sagte am Freitagmorgen Christina Schulze Föcking, CDU-Landtagsabgeordnete, beim symbolischen ersten Spatenstich für die „Historische Holzschuhmacherwerkstatt“, die angrenzend an das Gelände des Heimatvereins aufgebaut wird. An dieser Stelle werde ein „wichtiges Projekt für nachfolgende Generationen geschaffen“, so Schulze Föcking weiter.

400 000 Euro

Franz Müllenbeck, Vorsitzender des Heimatvereins, freute sich über die zahlreiche Unterstützung von fast allen Seiten – neben den vielen Ehrenamtlichen nannte er unter anderem den Architekten Thomas Hölker und den für die Statik Verantwortlichen Jan Skutta.

Zudem blickte Müllenbeck kurz zurück: Die Familie Gausling ist seit 1930 in Altenberge im Holzschuhbereich tätig. In den 50er Jahren kaufte Franz Gausling einen Maschinenpark. Diesen stellte die Familie Gausling dem Heimatverein zur Verfügung. So reifte die Idee, „auf unserem Anwesen noch eine Holzschuhmacherwerkstatt neu zu errichten“, erläuterte Müllenbeck. Dafür stellte die Gemeinde eine Fläche von neun mal zwölf Metern zur Verfügung (ehemalige Boulebahn). Nach eineinhalb Jahren Diskussion stimmten auch die meisten Kommunalpolitiker für das Vorhaben. Lediglich die Grünen votierten gegen das Projekt.

Maschinenpark

Die Kosten belaufen sich auf rund 400 000 Euro. Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung fördert das Vorhaben mit 360 000 Euro. Der Heimatverein selbst bringt 40 000 Euro auf. Müllenbeck rechnet mit mindestens 2500 Stunden, die ehrenamtlich eingebracht werden, sodass nur ein geringer Restbetrag in Bar zu leisten sei.

„Ohne Dich stünden wir heute nicht hier“, richtete Franz Müllenbeck seinen besonderen Dank an Christine Schulze Föcking, „die uns mit Rat und Tag zur Seite gestanden hat“.

Müllenbeck hob hervor, dass sich Bürgermeister Karl Reinke – im Gegensatz zu seinen Parteikollegen – für die Holzschuhmacherwerkstatt ausgesprochen hat. „Was möglich ist, versuche ich auch möglich zu machen“, sagte Reinke und wünschte dem Heimatverein für das neue Projekt „viel Erfolg“.

Läuft alles nach Plan, soll im August 2022 die Einweihung der Holzschuhwerkstatt erfolgen.

Startseite
ANZEIGE