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Gelungene Premiere des Heimatvereins: 52 kostenlose Weihnachtsessen ausgegeben

Goldgelb gebratene Gänsekeulen

Altenberge

Traditionelle Weihnachtsmenüs gibt es viele. Die einfachste Variante ist in jedem Fall der typische Kartoffelsalat mit Würstchen. Für viele darf es gerne etwas üppiger ausfallen. Die festliche Weihnachtsgans mit Knödel und Rotkohl gehört wohl zu aufwendigeren Gerichten. 52 dieser leckeren Menüs haben freiwillige Helferinnen und Helfer des Heimatvereins Altenberge am frühen Mittwochabend an bedürftige und einsame Menschen ausgeliefert oder direkt vor der Ratsschänke Bornemann ausgegeben.

Matthias Lehmkuhl

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer standen bereit, das gespendete kostenlose Weihnachtsessen des Heimatvereins an bedürftige und einsame Menschen auszuliefern. Foto: Matthias Lehmkuhl

Traditionelle Weihnachtsmenüs gibt es viele. Die einfachste Variante ist in jedem Fall der typische Kartoffelsalat mit Würstchen. Für viele darf es gerne etwas üppiger ausfallen. Die festliche Weihnachtsgans mit Knödel und Rotkohl gehört wohl zu aufwendigeren Gerichten. 52 dieser leckeren Menüs haben freiwillige Helferinnen und Helfer des Heimatvereins Altenberge am frühen Mittwochabend an bedürftige und einsame Menschen ausgeliefert oder direkt vor der Ratsschänke Bornemann ausgegeben.

„Du brauchst nichts zu bezahlen. Achte darauf: Unten in dem Paket liegt noch ein Zehn-Euro-Schein“, erklärt Franz Müllenbeck einem Bedürftigen. „Sag mal, Dich kenne ich gar nicht. Wie lange bist Du schon in Altenberge?“, fragt der 1. Vorsitzende des Heimatvereins den nächsten. „Ich wohne schon 20 Jahre hier“, entgegnet der ältere Herr und ergänzt fröhlich: „Das ist heute ein richtiges Weihnachten für mich.“

Zu dem leckeren Essen gibt es noch Herrencreme als Dessert und eine Flasche Rotwein dazu.

Den Anstoß zu dieser Aktion gab Steffen Niestegge von der Ratsschänke. „Sein Lieferant hatte 18 Tonnen Gänse, die er nicht los wurde. Daraufhin haben wir uns kurz vor Weihnachten überlegt, Menschen, die einsam sind und denen es finanziell nicht so gut geht, ein kostenloses Essen anzubieten“, erklärt Franz Müllenbeck. Es sei gar nicht so einfach gewesen, an bedürftige und einsame Menschen heranzukommen. „Denn, die es nötig haben, schämen sich dafür“, hebt der Vorsitzende hervor.

Finanziert werden die Weihnachtsmenüs durch einen Obolus der Gemeinde und vielen anderen Spendern, zu denen auch der Schalke-Fanclub „Eurofighter ‘97“ gehört. Er hat die Kosten von zehn Menüs übernommen.

Außerdem habe sich eine Altenbergerin gemeldet, die 40 Pakete mit hochwertigen süßem Inhalt, einer LED-Kerze und jeweils einen Zehn-Euro-Schein geschnürt hat. „Sie sagte uns, dass sie gerne ihr Weihnachtsgeld für diese Aktion hergeben will“, fügte Werner Witte, 2. des Heimatvereins, an. Neben ihm und Franz Möllenbeck gehören dem Bringeservice Peter und Annette Loeff, Josef Rolver, Paul Hagelschur, Heinz Wiermer, Ingrid Menden mit Sohn Yannik und Gisela Isfort an.

„Wir sind begeistert, dass diese Aktion so gut geklappt hat. Aber ich bin davon überzeugt, dass es noch mehr bedürftige und einsame Menschen in Altenberge gibt, die sich leider nicht bei uns gemeldet haben. Wir hätten noch Luft nach oben gehabt und gerne noch mehr Leuten, die es wirklich nötig gehabt hätten, etwas zukommen lassen“, unterstreicht Franz Müllenbeck.

Ob diese vorbildliche Aktion im nächsten Jahr wiederholt wird oder ob wie sonst wieder die Offene Weihnacht in Stenings Scheune an Heiligabend stattfindet, steht noch nicht fest.

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