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Gespräch mit dem Bürgermeister

Heimatverein bleibt ein Raum

Altenberge

Am Ende steht ein Kompromiss: Dem Heimatverein steht ein Raum im Steinemuseum weiterhin zur Verfügung. Am Montag hatte es die Einigung mit dem Bürgermeister gegeben.

Die seitlichen Räume des Steinemuseums sollen zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden. Der Heimatverein kann noch ein Zimmer weiterhin nutzen. Foto: mas

Ob jetzt hinter den Kulissen weiter die Fetzen geflogen sind, darüber schweigen sich die Beteiligten aus. Am Ende haben sich Bürgermeister Karl Reinke und der Heimatvereinsvorstand offensichtlich am Montagnachmittag zusammengerauft, wie aus einer gemeinsamen Erklärung für die Öffentlichkeit hervorgeht. Es geht, wie mehrfach berichtet, um die alte Zurholtsche Wohnung im Steinemuseum an der Lindenstraße. Dort lagert der Heimatverein bislang einen Großteil seiner Museumsexponate. Jetzt sollen die Räume nach dem Willen der Verwaltung zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden. Der Heimatverein war insbesondere über die Kurzfristigkeit der Kündigung sauer. Und über fehlende Alternativangebote.

Wie Bürgermeister Karl Reinke und Heimatvereinsvorsitzender Franz Müllenbeck gegenüber dieser Zeitung bestätigten, gibt es einen Kompromiss. „Nach Klärung der Positionen“, wie es in der Pressemitteilung heißt. Gesprächsteilnehmer waren der Bürgermeister mit den zuständigen Sachbearbeiterinnen und -bearbeitern der Verwaltung sowie acht Vorstandsmitglieder des Heimatvereins inklusive den für das Museum zuständigen Verantwortlichen.

Die Einigung sieht so aus, dass der Heimatverein ein Zimmer im Erdgeschoss weiter nutzen kann. Es hat einen separaten Eingang. „Die übrigen Räume werden umgehend für die Flüchtlinge hergerichtet“, betonte Karl Reinke auf Anfrage. Dabei beschränkt sich die Gemeinde auf das Erdgeschoss. Der Bürgermeister: „Die Räume im Obergeschoss lassen sich nicht mehr nutzen.“ Außerdem habe die Verwaltung einen Dachboden auf einem Altenberger Bauernhof aufgetan, den der Heimatverein als Magazin haben könne. „Den müssen sich jetzt die Heimatfreunde anschauen und entscheiden, ob er für sie infrage kommt“, so der Bürgermeister.

„Beide Seiten“, so heißt es weiterhin in dem Pressetext, seien sich in dem Gespräch am Montag mit Verständnis begegnet.

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