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Pater Joy berichtet über die Lage in Indien

Hilfe für das tägliche Leben

Altenberge

Pater Joy, der von 2000 bis 2009 in St. Johannes Baptist arbeitete, ist zurück in Deutschland. Zwar nicht in Altenberge, dafür in der Laurentius-Kirchengemeinde in Senden. Während seines Aufenthalts im Hügeldorf wurde auch der Freundes- und Förderkreis Pater Joy gegründet, der sich für die Unterstützung von Waisen und Halbwaisen in Indien, der Heimat des Geistlichen, einsetzt.

Martin Schildwächter

Pater Joy war von 2000 bis 2009 in der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist. Nun wurde er von Indien nach Senden versetzt. Foto: privat

Pater Joy ist zurück – zwar nicht in der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist, aber in Deutschland, genauer gesagt in der Laurentius-Kirchengemeinde in Senden. Von 2000 bis 2009 arbeitete der heute 51-jährige Geistliche aus Indien als Seelsorger in Altenberge, unter anderem zusammen mit dem damaligen Pfarrer Wilhelm Lohle. Anschließend wirkte Pater Joy in Freckenhorst, bevor er 2013 wieder nach Indien versetzt wurde.

Kinderdorf

„Dort war ich dann für alle sozialen Arbeiten in der Provinz der Missionare des Heiligen Franz von Sales zuständig“, berichtet Pater Joy in seinem jüngsten Brief an seine Freunde. Zu denen gehören auch Edith und Rolf Lindemann, die sich seit vielen Jahren im „Freundes- und Förderkreis Pater Joy“ engagieren. Sie gehören zu den Gründern und haben mehrmals das von Pater Joy gegründete Kinderdorf („Nest“) in der Nähe von Bangalore besucht.

Pater Joy war nach seiner Rückkehr in Indien Direktor der Fides India Society, einer Organisation, die von Missionaren des Heiligen Franz von Sales gegründet wurde. Mit verschiedenen Programmen engagieren sich viele Hauptberufliche und Ehrenamtliche für Menschen in der indischen Gesellschaft, die hilfsbedürftig sind. „Wir haben zum Beispiel Menschen in 52 Dörfern geholfen, wieder ein menschenwürdiges Leben zu führen“, so Pater Joy. Selbsthilfegruppen wurden gegründet, Schulbesuche ermöglicht.

Lockdown

Nach einem massiven Erdrutsch vor zwei Jahren, bei dem viele Häuser zerstört wurden, unterstützte Fides India die Betroffenen mit Spendengeldern, um für sie ein neues Zuhause zu schaffen. „Und in Zeiten des Lockdowns versorgte der Orden unter anderem 1200 Menschen mit Essen“, so Pater Joy.

In dem „Nest“ leben Waisen und Halbwaisen, die auch die im Kinderdorf aufgebaute Schule besuchen können. Dieses Jahr haben die Schulkinder der zehnten Klasse ihren Abschluss „mit sehr guten Noten bestanden“, freut sich Pater Joy. Vielen Kindern, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht die Schule besuchen konnten, wurde durch Homeschooling oder durch Präsenzunterricht geholfen, berichtet Pater Joy.

Besonders problematisch ist es derzeit für die „Nest-Kinder“, so Pater Joy weiter. Aufgrund der Corona-Lage durften sie nicht im Kinderdorf bleiben und mussten bei Verwandten, Bekannten oder Eltern untergebracht werden. Pater Joy: „Viele unserer Kinder leiden in dieser schwierigen Situation. Ihre Lebensverhältnisse sind jetzt weitaus schwieriger.“ Im „Nest“ führten die Mädchen und Jungen in den zurückliegenden Jahren ein „ganz anderes, besseres Leben“, sagt Pater Joy.

Freundeskreis

Seit vielen Jahren unterstützt der Freundes- und Förderkreis Pater Joy mit Geldspenden. Das kommt den Kindern direkt zugute, berichtet Edith Lindemann. Es wurden beispielsweise Kleider und Bücher angeschafft. In diesem Jahr, kündigt Pater Joy an, möchte er mit den Spenden die Familien unterstützen, die die Kinder aus dem „Nest“ aufgenommen haben, „damit sie zu Weihnachten dann eventuell ein neues Kleid, oder was sie dringend für das tägliche Leben benötigen, bekommen können“.

  • Wer die Arbeit von Pater Joy im „Nest“ unterstützen möchte, kann mit der Pfarrgemeinde von St. Johannes Baptist Kontakt aufnehmen (Telefon 0 25 05/9 31 90). Weitere Informationen gibt es zudem auf den Internetseiten der Altenberger Pfarrgemeinde und von Fides India.
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