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Margret Narjes hat Gedichtband herausgegeben

Ihr Herz schlägt für die Lyrik

Altenberge

Margret Narjes hat nun ihren Gedichtband „Sprich leis zu mir, ich kann dich sonst nicht hören“ vorgestellt.

Rainer Nix

Foto: nix

Ein Jahrzehnt ist es her, seit Margret Narjes zur Lyrik fand. Jetzt erschien im Prinzipalverlag Münster ihr Gedichtband „Sprich leis zu mir, ich kann dich sonst nicht hören“. Das Schriftstellern liegt in der Familie. Ehemann Friedrich hat bereits Sachbücher, Gedichte, einen Kriminalroman sowie einen historischen Roman verfasst.

Seele

„Mein erstes Gedicht ‚Beinah‘, so erzählt Margret Narjes, habe ich vor zehn Jahren eigentlich nur geschrieben, weil mir ein von meinem Mann verfasstes Gedicht zu negativ erschien.“ Noch im selben Jahr wurde es in die Gedichtsammlung „Die Besten 2010/11“ der Frankfurter Bibliothek aufgenommen.

In den Gedichten von Narjes kommt ihre Verbundenheit mit der Natur und den Menschen zum Ausdruck. Dabei sind ihre Themen äußerst vielfältig. Empfindsame Natureindrücke in den Gedichten über die Jahreszeiten und das Spektrum reicher Lebenserfahrung spiegeln sich in ihren Gedichten. Neben aktuellen Ereignissen sind es auch Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, die die Autorin bis heute beschäftigen. Lyrisch verarbeitet konnte sich Narjes, wie sie es ausdrückt, „manches von der Seele schreiben“. Das Gedicht „Die Puppe Lore“ verweist darauf, dass Kinder, deren Väter gefallen waren, zum Trost eine Puppe erhielten.

Fröhliche und traurige Themen

Fröhliche und traurige Themen wechseln ab. Dabei bestechen die Gedichte durch ihre eindringliche, bildhafte Sprache. In einem der Gedichte werden die Leserinnen und Leser augenzwinkernd in die Irre geführt. In „Die offenen Türen“ wandelt sich der traumhaft ersehnte Besuch eines Harems in eine ernüchternde Erfahrung. In einem weiteren Beispiel vertreibt die Autorin ihrem Gegenüber beziehungsweise Leser durch das Malen poetischer Naturbilder die Trübnis. Die eindringliche Sprache der Gedichte wird im „Septemberlicht“ durch feinsinnige Bilder zum Ausdruck gebracht:

„Selbst jener muntre Vogel dort im Zweig;

er sitzt ganz regungslos und schweigt,

genießt, bevor der Winterwind

durch seine Federn streicht

den Zauber dieser stillen Zeit.

Ich hör kein Rauschen am Waldessaum,

kein Raunen in den Äste,

nur Anemonen nicken im Traum,

erzählen von Sommerfesten.“

„Es machte mir viel Freude“, sagt Narjes, „den Gedichtband mit eigens dafür gemalten Aquarellen zu beleben. Auch konnte ich auf diese Weise meine Poemwelt bunter und fröhlicher gestalten und den Leser vielleicht neugierig auf den Inhalt der Gedichte machen.“

Aquarelle

  • Das Buch ist noch bis zum 23. Dezember im „Türverkauf“ vor der Buchhandlung Janning erhältlich, außerdem über den Internet-Versandhandel und außerhalb der Lockdown-Zeiten im Buchhandel.
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