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Auszeichnung für Frank Klose

Im Einsatz für die Jugend

Altenberge

Zehn Jahre lang war Frank Klose Kreisjugendfeuerwart. Nun gab er diesen Posten an Robert Laumann aus Saerbeck ab. Für seine Verdienste auf Kreisebene erhielt Klose, der stellvertretender Leiter der Altenberger Feuerwehr ist, die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold.

Martin Schildwächter

Frank Klose war zehn Jahre lang Kreisjugendfeuerwehrwart. Für sein Engagement erhielt er die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold. Foto: mas

„Es ist ein gutes Gefühl, etwas Gutes zu tun“, sagt Frank Klose, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Altenberge. Seit seinem zwölften Lebensjahr hat sich der 47-Jährige der Feuerwehr verschrieben. Und das weit über das normal Maß für ein Ehrenamt hinaus. Das liegt auch daran, dass er abseits seines Engagements im Hügeldorf äußerst aktiv ist: Seit 2009 war er Kreisjugendfeuerwehrwart – doch nun gab er diesen Posten ab. Nach zehn Jahren hat diese Aufgabe sein Stellvertreter Robert Laumann aus Saerbeck übernommen. „Ich hatte bis zu 92 Termine pro Jahr“, blickt Frank Klose zurück. Er habe diesen Posten gerne gemacht. Doch nun sei die Zeit für einen Wechsel gekommen.

Ziel Borkum

Ein Höhepunkt seiner Amtszeit war das 40-jährige Bestehen der Kreisjugendfeuerwehr im Jahr 2015. „Dafür haben wir eine Fahrt mit 500 Teilnehmern nach Borkum organisiert“, schwärmt Klose jetzt noch von der Tour an die Nordsee. „Die ganze Insel war in Blau und Rot.“ Junge Menschen für ein Ehrenamt, speziell für die Feuerwehr zu begeistern, das lag und liegt dem stellvertretenden Leiter der Altenberger Feuerwehr nach wie vor am Herzen: „Es ist toll zu sehen, wenn man junge Menschen motivieren kann.“ Natürlich sei es auch „schön, wenn unsere Angebote ankommen“. Auf Kreisebene waren das etwa 15 Veranstaltungen pro Jahr. Grundsätzlich, hat Frank Klose festgestellt, komme es auf die „richtige Mischung“ an. Auf der einen Seite die Feuerwehrtechnik, auf der anderen Seite die Jugendarbeit generell.

92 Termine pro Jahr

In seiner Funktion als Kreisjugendfeuerwehrwart unterstützten Klose und seine Vorstandskollegen die Arbeit der Jugendfeuerwehren des Kreises in den Kommunen vor Ort. So wurden beispielsweise Schulungen und Weiterbildungsprogramme angeboten. „Grundsätzlich“, sagt Klose, „leisten die Jugendfeuerwehren vor Ort gute Arbeit.“ Sie werden allerdings, falls gewünscht, mit Rat und Tat unterstützt, so der 47-Jährige, der im Hauptberuf als Angestellter im Vollstreckungsdienst arbeitet.

Mit Stolz blickt er auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen im Bereich der Jugendfeuerwehr. Zu Beginn seiner Amtszeit vor zehn Jahren waren es 350 junge Leute, die bei der Jugendfeuerwehr ihre Freizeit verbrachten. Mittlerweile sind es kreisweit etwa 550 jugendliche Feuerwehrleute. Nur über einen Punkt ärgert sich Frank Klose. Sowohl Emsdetten als auch Wettringen haben noch keine Jugendfeuerwehr, bedauert er. Als er den Posten des Kreisjugendfeuerwehrwartes übernahm, standen noch acht Gemeinde und Städte auf seiner Liste mit dem Namen „Keine Jugendfeuerwehr“. „Das wäre ein Traum gewesen“, meint Klose, wenn auch Emsdetten und Wettringen noch hinzugekommen wären.

Hochwasser

Beim Blick zurück ist bei Frank Klose ein Einsatz besonderes im Gedächtnis haften geblieben: Der Hochwassereinsatz 2013 in Magdeburg. Klose: „Das war wahnsinnig stressig, aber im Nachgang überwiegt die Freude.“ Die Dankbarkeit der Bevölkerung sei „enorm groß gewesen. Davon zehre ich heute noch.“

Dass Frank Klose seine Arbeit offenbar sehr gut gemacht hat, verdeutlich eine besondere Auszeichnung: Er erhielt kürzlich die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold. „Mehr geht nicht“, sagt der Altenberger und fügt noch an: „Das hat mich sehr gefreut.“

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