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Einzelhandel bewertet vorsichtige Öffnungsschritte unterschiedlich

Kunden achten weiter auf Abstand

Altenberge/Nordwalde

Eher positiv haben Geschäftsleute in Altenberge und Nordwalde die Wiedereröffnung ihrer Läden nach den leichten Lockerungen des zweiten Lockdowns erlebt. Das ergab eine Umfrage dieser Zeitung. Dabei zeigten sich alle Händler froh, dass sie ihre Läden wieder öffnen durften. Den Kunden bescheinigten sie ein sehr diszipliniertes Verhalten. Sie hielten sich an die Corona-Regeln.

Matthias Lehmkuhl

Anne Wienker (r.) vom Modehaus Meer in Nordwalde ist froh, dass sie wieder Kunden persönlich bedienen kann. Foto:

Seit Montag ist der Betrieb von Buchhandlungen, Schreibwaren- und Blumengeschäften sowie Gartenmärkten in NRW-Landkreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 wieder zulässig. Alle anderen Einzelhandelsgeschäfte dürfen mit Terminvergabe und begrenzter Kundenzahl wieder öffnen. Die Inhaber und Mitarbeiter der Einzelhandelsgeschäfte in Altenberge und Nordwalde stufen Erfolg und Misserfolg in der ersten Woche der leichten Lockerungen des zweiten Lockdowns unterschiedlich ein.

„Unser Unternehmen der Orthopädie-Schuhtechnik und Reha-Technik war bisher nicht so arg vom Lockdown betroffen, weil es als systemrelevant eingestuft worden ist“, erklärt Johannes Multhoff vom gleichnamigen Schuhhaus in Altenberge und einer Dependance in Nordwalde. Bisher wurden die Verkaufsregale mit den „normalen“ modischen Schuhen verhängt. Seit dem 8. März jedoch ist das modische Schuhwerk wieder zu begutachten. „Seit Anfang der Woche ist die Nachfrage enorm gestiegen“, so der Orthopädie-Schuhtechnikmeister weiter. Martin van Husen von „Martins Schreib & Spiel“ in Altenberge bemängelte das Hin und Her bei der Anpassung der Coronaschutzverordnung. „Meine Kunden sind verunsichert und wissen einfach nicht, ob sie kommen dürfen oder draußen bleiben müssen“, hat der Geschäftsinhaber festgestellt. Selbstverständlich sei der Andrang nicht mit dem beim Ende des ersten Lockdowns zu vergleichen. „Aber das ist Klagen auf hohem Niveau“, meint Martin van Husen. Anneliese Plettendorf vom Ladenlokal „Zeitgeist Mode & Deko“ in Altenberge hat erfahren müssen, dass es seit vergangenen Montag mäßig angelaufen ist. „Für uns ist es schön zu erfahren, dass unsere Kunden uns nicht vergessen haben“, findet Anneliese Plettendorf.

„Sie müssen leider etwas warten. Denn mehr als zwei Kunden darf ich aufgrund der Abstandsregelung nicht in unserem Geschäft bedienen“, vertröstet Anne Wienker vom Modehaus Meer in Nordwalde einen Kunden und bittet ihn, sich kurz zu gedulden. Das Terminshopping („Click & Meet“) habe auch gewisse Vorteile. „Es ist nicht nur für uns ein entspanntes Präsentieren und Verkaufen unserer Ware, sondern auch die Kunden genießen es, dass man soviel Zeit für sie hat“, findet Anne Wienker, dass die leichten Lockerungen ein erster Schritt zu einer gewissen Normalität sind.

„Die Kunden sind sehr dankbar dafür, dass sie wieder in unser Geschäft kommen können“, hat auch Juwelier Reinhard Bücking ausgemacht. Seit Anfang der Woche hätten viele Kunden sein Geschäftslokal in Nordwalde aufgesucht. Die Leute würden sich danach sehnen, mal etwas anderes zu sehen. Trotz der leichten Lockerungen innerhalb des zweiten Lockdowns seien die Menschen sehr diszipliniert, halten Abstand und tragen die Mund-Nasen-Schutzmaske. Bücking: „Sie kommen spontan ins Geschäft und haben Verständnis dafür, wenn es momentan zu voll ist.“

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