1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Altenberge
  6. >
  7. Lage spitzt sich immer weiter zu: Container exorbitant teuer

  8. >

Unterbringung von Flüchtlingen

Lage spitzt sich immer weiter zu: Container exorbitant teuer

Altenberge

Die Zahl der geflüchteten Menschen, die in Altenberge, nimmt zu. Die Unterbringungen wird immer problematischer.

-ar-

In Altenberge spitzt sich – wie überall im Land – die Flüchtlingssituation weiter zu. Wie Bürgermeister Karl Reinke am Montag in der Ratssitzung berichtete, beherbergt die Gemeinde im Augenblick 436 Flüchtlinge, die überwiegende Anzahl davon, nämlich 119, kommen aus der Ukraine. Seit Juni wurden 71 Flüchtlinge neu zugewiesen.

Die Unterbringung wird immer schwieriger – wie mehrfach berichtet. In 18 gemeindeeigenen Unterkünften sind derzeit 174 Personen einquartiert. Acht Objekte sind fremdangemietet. Dort leben derzeit 53 Flüchtlinge. „Weitere Anmietungen stehen im Raum“, so Karl Reinke vor den Ratsmitgliedern. Stand Montag muss die Gemeinde 95 000 Euro an Warmmieten aufbringen.

119 aus der Ukraine

Weiterhin hat der Heimatverein die Wohnung Zur­holt im Steinemuseum an der Lindenstraße mittlerweile freigeräumt (diese Zeitung berichtete ausführlich). Bis auf einen Raum, den der Verein weiterhin für sein Lager nutzen kann. Er verfügt über einen separaten Zugang von außen. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Franz Müllenbeck, sagte bei einem Ortstermin, dass die Heimatfreunde natürlich alles dafür tun würden, ihren Beitrag für die Schaffung von Wohnraum für die Geflüchteten zu leisten. „Darum haben wir nach dem klärenden Gespräch mit dem Bürgermeister auch sofort die Räumlichkeiten freigegeben.“

Auf Nachfrage sagte Karl Reinke, dass jetzt unverzüglich mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten begonnen werde. Er geht davon aus, dass bei Zurholt acht oder neun Personen untergebracht werden könnten. Vorher müsste das Dach abgedichtet und die Heizkörper ausgetauscht werden. Außerdem werde noch eine Trennwand eingezogen. Die oberen Räume in der Immobilie müssten gesperrt werden, weil sie nicht bewohnbar seien.

Steinemuseum

Der Bürgermeister betonte in seinem Vortrag, dass es bislang immer noch gelungen sei, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, Turnhallen oder ähnliche Einrichtungen mussten noch nicht herangezogen werden.

Bürgermeister

Die Verwaltung kümmert sich weiterhin darum, durch das Aufstellen von Wohncontainern weitere Kapazitäten zu schaffen. Allerdings: „Die Situation ist extrem schwierig, die Kosten sind exorbitant gestiegen“, erläuterte Karl Reinke. Das sei in ganz Nordrhein-Westfalen so. „Wir sind täglich im Gespräch“, betonte Reinke.

Wo ein Containerdorf entstehen könnte, darüber wollte die Verwaltung noch nichts sagen. Der Verwaltungschef: „Wir wollen die Anwohner noch nicht wild machen.“

Startseite