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Ausstellung im Atelier Steinkuhle

Lebenssituationen verarbeiten

Altenberrge

Ab dem 10. Juli sind im „Atelier Steinkuhle“ zahlreiche Werke zu sehen. Das Thema der Ausstellung: „Reflexion“.

Sabine Cordes (l.) neben einem ihrer kleinformatigen Bilder, rechts Ursula Nöh neben einem unvollendeten Gemälde von Michael Ilger, Foto: nix

„Es ist so eine Sache mit der Kunst“, sagte einmal der gebürtige Ibbenbürener und 2012 verstorbene Maler Michael Ilger. „Die Malerei jedenfalls ist praktische Erforschung der Phänomenologie des Geistes, und es ist zu beklagen, dass heute Geist und Intellekt ständig miteinander verwechselt werden (…).“ Ab Samstag (10. Juli) sind Werke von ihm im „Atelier Steinkuhle“ in Altenberge zu sehen. Präsentiert werden seine Bilder von Ursula Nöh, die den künstlerischen Nachlass verwaltet.

Nachlass

„Für diese Ausstellung haben wir den Titel „Reflexion“ gewählt“, erläutert die freischaffende Künstlerin Sabine Cordes, die im Atelier an der Steinkuhle 6 ansässig ist. „Für mich geht es da zum einen um die klare Lichtreflexion, besser gesagt um die Erscheinungen, die Licht in bestimmten, manchmal sehr kurzen Momenten zu Situationen erzeugt“, so die Kunstschaffende, „und die gemalt zum Nachdenken anregen.“ Auf der anderen Seite ist die innere Reflexion gemeint, dass Verarbeiten von Lebenssituationen, wozu die Malerei eine wunderbare Plattform bietet. Reflexion, das ist für die Cordes einer der Auslöser für Kunst. Selbstverständlich werden zum Thema auch Werke gezeigt, die sie geschaffen hat.

Malerei

„Ich finde es spannend, gemeinsam mit einem Gastkünstler auszustellen“, sagt die Atelierinhaberin. „Ich freue mich sehr darüber, dass Sabine Cordes die Idee hatte, Bilder von Ilger mit der Ausstellung „Reflexion“ zu kombinieren“, betont Nöh. Sie ist überzeugt, dass eine interessante Begegnung stattfindet.

Maßgebend für Michael Ilger war der Antrieb, sich weiter zu entwickeln, keine sich wiederholenden Kons­trukte zu schaffen. Die Werke entstanden im Prozess des Malens und Wegmalens, bis ein ausgewogenes Verhältnis von Farbe und Form in Harmonie ausgearbeitet war. Geprägt hat ihn vor allem Professor Hans Griebentrog, Ilgers Lehrer an der einstigen Werkkunstschule Münster. Dieser war streng im Anspruch und hat ihn gefordert. „Die Bilder müssen besser werden“, lautete das beständige Credo.

Himmel und Erde

„Was soll ich malen? - Oben der Himmel, unten die Erde, dazwischen die Menschen.“ Damit umreißt Ilger, was sich im Sujet wiederfindet: Menschen und Landschaften in unterschiedlichsten Konstellationen. Aufeinander einwirkend oder allein neben einer Gruppe. Im Kampf mit sich oder aufgehoben in einer imaginären Landschaftskomposition. „Es bedarf der Hingabe des Schauens im freien Denken und Fühlen und es erschließen sich immer wieder überraschend neue Bilder sowie Bildwelten“, bringt es Nöh auf den Punkt.

Vor dem Hintergrund der Pandemie-Situation wird diesmal auf eine klassische Vernissage verzichtet, nicht aber auf Schutzmasken und die drei G: geimpft, genesen, getestet.

Geöffnet ist die Ausstellung am Samstag (10. Juli) von 15 bis 20 Uhr, am Sonntag (11. Juli) von 13 bis 18 Uhr sowie vom 13. bis 18. Juli (Dienstag bis Sonntag) jeweils von 14 bis 18 Uhr. Ursula Nöh und/oder Sabine Cordes sind zu diesen Zeiten anwesend.

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