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Anita Mokronowski ist seit 40 Jahren Erzieherin in St. Johannes Baptist

Leidenschaft ist der beste Treibstoff

Altenberge

Anita Mokronowski ist mit Leib und Seele Erzieherin im im St. Lamberti-Kindergarten am Ludger-Lammers-Platz. Jetzt feierte die 62-jähriger Altenbergerin ihr 40-jähriges Dienstjubiläum in der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist.

Matthias Lehmkuhl

Anita Mokronowski, Erzieherin im St.-Lamberti-Kindergarten, setzte im Kreise einiger Kinder der Kita am Ludger-Lammers-Platz für das Foto ganz kurz die Maske ab. Die 62-jährige Altenbergerin feierte jetzt ihr 40-jähriges Dienstjubiläum.   Foto: lem

Morgens basteln, nachmittags Verstecken spielen und zwischendurch ein kleiner Mittagschlaf – so sieht zwar das Leben von Kindergartenkindern aus, Erzieher haben aber deutlich mehr zu tun, damit die Kinder einen entspannten Tag verbringen können. Davon kann Anita Mokronowski ein Liedchen singen. Die 62 Jahre Altenbergerin feierte jetzt ihr 40-jähriges Dienstjubiläum als Erzieherin in den Kindergärten der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist. Aktuell arbeitet die zweifache Mutter und bald dreifache Großmutter im St. Lamberti-Kindergarten am Ludger-Lammers-Platz.

„Man sieht Ihnen an, dass diese 40 Jahre Sie jung gehalten haben, Ihnen der Job immer noch viel Spaß macht und Sie ihn mit Freude ausüben. Denn der Umgang mit Kindern hält einen in Schwung“, beglückwünschte Pfarrer Heinz Erdbürger die Jubilarin. Der Seelsorger überreichte Anita Mokronowski als Dank einen Fensterengel und ergänzte: „Möge dieser Engel Sie beschützen und viele Jahre lang begleiten .“ Auch die neue Verbundleiterin Gerborg Große Lordermann ließ es sich nicht nehmen, ihrer ehemaligen Kollegin zu gratulieren: „Ich habe Dich immer als ganz engagierte und mit Freude in die Kita kommende Kollegin erlebt. Ich habe immer gerne mit Dir zusammengearbeitet.“ Auch Elternsprecherin Tanja ter Steege gratulierte: „Ein kleines Dankeschön an Dich für Deinen Einsatz und Deine Herzlichkeit.“ Nicht nur ihr Kind wird im St. Lamberti-Kindergarten betreut, sondern die 42-jährige Mutter selbst gehörte zu den ersten Kindern, die Anita Mokronowski als Erzieherin behütet hat. „Das ist bisher ein sehr, sehr schöner Tag für mich gewesen“, meinte die Jubilarin, die von ihren Kolleginnen und den Kindern ein gemeinsames Frühstück serviert bekommen hatte.

Nach 40 Jahren als Erzieherin sei ihr mit fortschreitendem Alter aufgefallen, dass sie die Geräuschkulisse nicht mehr so gut haben könne. „Aber es ist wirklich so: Das ist mein Beruf. Ich mache das immer noch mit Leidenschaft. Der Spaß dabei ist aber wichtig“, unterstrich die Jubilarin und erläuterte, was eine gute Erzieherin ausmacht: Man müsse die Kinder individuell betrachten können. Kreativität und Spontanität seien wichtig. Man dürfe nicht alles so verbissen sehen, ein bisschen flexibel sein, auf Dinge eingehen können sowie klare Regeln und Grenzen aufstellen können. „Die Kinder wollen Klarheit.“

Die schwere Corona-Zeit sei bisher auch an ihr nicht spurlos vorübergegangen. „Emotionen sind wichtig. Mir fällt es grundsätzlich schwer, eine Mund-Nasen-Maske zu tragen. Ich bin eine Mensch, der die Mimik des Gegenüber erkennen muss.“ Der geringe Kontakt zu den Eltern sei aktuell sehr schwierig. Es fehle der Austausch zwischen Tür und Angel. „Die Kinder hier sind ganz offen. Ein Kind hat mal zu mir gesagt: ‚Wenn die Scheiß-Corona weg ist, dann verabreden wir uns‘. Das kam von Herzen“, erzählte die bald dreifache Oma und ergänzte: „Zu Anfang der Pandemie-Beschränkungen haben die Kinder doch eine gewisse Distanz gehabt und waren verunsichert.“

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