1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Altenberge
  6. >
  7. Maschinenpark wird aufgearbeitet

  8. >

Eröffnung der Holzschuhmacherwerkstatt des Heimatvereins rückt näher

Maschinenpark wird aufgearbeitet

Altenberge

In wenigen Wochen ist es soweit: Am 12. August wird die Holzschumacherwerkstatt auf dem Gelände des Heimatvereins eingeweiht. Nun werden die Maschinen auf Vordermann gebracht.

Von Rainer Nixund

Handwerkliche versierte Heimatvereinsmitglieder nehmen sich zurzeit der alten Maschinen an Foto: Nix

Einst arbeiteten Großvater und Vater von Rainer Gausling mit den Maschinen, um Holzschuhe zu fertigen, jetzt sollen sie in der neu errichteten Holzschuhmacherwerkstatt des Heimatvereins erneut zum Einsatz kommen. „Das Haus wird als Bereicherung des Gebäudeensembles um das „Heimathues Kittken“ dazu dienen, interessierten Gruppen vorzuführen, wie „Holsken“ gefertigt wurden.

„Seit einigen Tagen ist der Estrich verlegt, die Baumaßnahme liegt im Zeitplan“, so der Zweite Vorsitzende Werner Witte. In den Räumen von Holzbau Fieke, Kümper, wird seit Wochen gewerkelt, um die betagte Bandsäge, Kopier- und Schleif- sowie Heftmaschine wieder auf Vordermann bringen. Handwerklich versierte Heimatvereinsmitglieder trafen sich bereits viermal zum Wochenendeinsatz.

Bandsäge

„Wir sind mit der Bandsäge angefangen“, erläutert Gausling. Mit ihr werden die Rohlinge der Holsken zugeschnitten. Dann kommen sie auf die so genannte „Kopiermaschine“, wo nach einem Eisenmodell die äußere Form durch Fräsen auf den Holzklotz übertragen wird. „Immer paarweise“, ergänzt Witte. Eine ähnliche Maschine arbeitet das Fußbett genauer aus. Nach einer Trocknungsphase tritt die Schleifmaschine in Aktion. Abschließend wird, wie das bei westfälischen Holsken üblich ist, noch ein Stück Leder „aufgetackert“, was die Heftmaschine erledigt.

Norbert Fieke, Wolfgang Hohenhorst, Benedikt Schulze Hülshorst, Lukas Multhoff, Dieter Reinsch, Ludwig Weber, Helmut Weiß, Werner Brüggemann und Thomas Harbich haben alle Händevoll zu tun, um den kleinen Maschinenpark aufzuarbeiten. „Das richtet sich nach Vorgaben der Arbeitssicherheit, aber natürlich soll er auch optisch wieder etwas hermachen“, so Gausling.

Schülergruppen

Verstärkung ist willkommen, weil die Vorführungen des alten Handwerks nach der Eröffnung der Holzschuhmacherwerkstatt am 12. August beginnen sollen. Weibliche oder männliche Unterstützung ist gern gesehen. „Wir stellen uns vor, Anfang Juli, wenn die Maschinen in die Werkstatt integriert sind, bis zu 15 Teammitglieder auszubilden“, erklärt Gausling. „Sie sollen Schülergruppen, Kegelclubs und anderen, die vielleicht parallel den Eiskeller besuchen zeigen, wie Holzschuhe gemacht werden.“ Wer Interesse hat, kann sich unter Telefon 01 70/5 59 46 85 bei Rainer Gausling melden.

Startseite
ANZEIGE