1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Altenberge
  6. >
  7. Mitreißender Sound

  8. >

Boogie-Session-Gaststar Till Seidel zu Gast im Saal Bornemann

Mitreißender Sound

Altenberge

„Die Altenberge sind ein richtiges Partypublikum“, sagte Till Seidel bei seinem Auftritt im Saal Bornemann.

-nix-

Rockten den Saal (v.l.): Andreas Müller, Udo Schräder, Till Seidel und Fabian Fritz. Foto: ix

Mit dem „Old mountain shuffle“ starteten der Klasse-Pianist Fabian Fritz unter Bassbegleitung von Andreas Müller sowie Udo Schräder an den Drums am Mittwochabend in eine weitere „Boogie-Session“ bei Bornemann. Der hämmernde Sound, rhythmisch schön mitreißend, machte gleich Lust auf mehr. Dann wehte ein Hauch New Orleans durch den Saal, bevor Fritz den Gaststar des Abends, Till Seidel aus Hildesheim, ankündigte.

New Orleans

Die beiden sind befreundet und haben sich, wie könnte es anders sein, über die Musik kennengelernt. „Ich bin zum vierten Mal hier, ich glaube, das ist eines der regelmäßigsten Engagements überhaupt“, bemerkte Seidel und fügte gleich hinzu: „Die Altenberger sind aber auch ein richtiges Party-Publikum“. Mit einem Slow-Blues vom Feinsten legte er los und seine Gitarrensoli begeisterten vom ersten Moment an. Dass er auch schnelle Stücke großartig interpretieren konnte, wurde anschließend sofort deutlich. Seidel gilt als Ausnahmemusiker, der exzellent Blues- und Rockgitarre spielt. Er spart keine Klangfarbe aus und brachte das Instrument auch schon mal zum Kreischen und Jaulen, wofür er reichlich Zwischenapplaus bekam.

Doch Seidel stach nicht nur als Soloakteur hervor, die Songs des Abends boten auch Fritz, Müller und Schräder Gelegenheit, ihre Virtuosität an Piano, Bass und Drums auszuleben. So etwa bei der Chicago-Nummer „Smokestack Lightning“ mit hohem Solo-Potenzial für die E-Gitarre, wunderbaren Klavier-Läufen und markanten Bass-Figuren.

Blues

Faszinierend war den ganzen Auftritt hindurch, dass der Gastmusiker nicht nur sanftes Blues-Feeling auf die Bühne brachte, sondern seinem Instrument auch geballte Rock-Power entlockte. Er vergaß nicht, seine neue CD „Get on board“ mitzubringen, die parallel zum ersten Lockdown 2020 herauskam. „Dadurch ging sie leider etwas unter“, bedauert Seidel. Doch immerhin jagten er und seine Band während der Pandemie via Internet „Files durch die ganze Welt“, sodass die Musiker nicht in Vergessenheit geraten konnten. Trotz des etwas schwächer als sonst besetzten Saales dürfen die Organisatoren Fabian Fritz und Daniel Paterok, der an diesem Abend fehlte, und die Kulturwerkstatt Altenberge zufrieden sein.

Startseite
ANZEIGE