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Neue Pläne

Alter Friedhof: Politik soll Auftrag für Landschaftsarchitekten erteilen

Altenberge

Am Montag soll der Startschuss für den Ideenwettbewerb dreier Landschaftsarchitekten fallen, die sich mit dem Alten Friedhof beschäftigen werden. Das Totengängsken spielt dabei eine besondere Rolle.

Von Axel Roll

Die 5300 Quadratmeter das Alten Friedhofs sollen umgestaltet werden. Am Montag soll die Politik drei Planungsbüro für die Erarbeitung von Vorschlägen beauftragen. Foto: Gemeinde Altenberge

Kein Altenberger wird sich mehr an die Leichenzüge erinnern können, die ihren Weg durch das Totengängsken auf den Alten Friedhof nahmen. Aber die Anschlussnutzung des dunklen Weges entlang der Mauer und des schmiedeeisernen Zaunes, die ist vielen Paohlbürgern des Hügeldorfes noch durchaus präsent. Der unbeleuchtete Abzweig von der Friedhofstraße erfreute sich in den 50er und 60er Jahren bei jungen Liebenden der Gemeinde großer Beliebtheit, bot er doch fern der Straßenlaternen geradezu ideale Voraussetzungen für ein ungestörtes Rendezvous. Wenn es allerdings darum geht, die „historischen Bezüge“ des Weges künftig sichtbar zu machen, wird dieser alte Treffpunkt der Pärchen wohl eine untergeordnete Rolle spielen. . .

5300 Quadratmeter

Jedenfalls sollen sich gleich drei Planungsbüros Gedanken darüber machen, wie nicht nur das Totengängsken, sondern auch das insgesamt 5300 Quadratmeter große Friedhofsareal zu einem attraktiven Park für Jung und Alt umgestaltet werden kann. Bau- und Klimaausschuss sollen in ihrer gemeinsamen Sitzung am Montag (18 Uhr im Mehrzwecksaal des Bürgerhauses) drei Landschaftsarchitekturbüros mit der Erarbeitung von Plänen beauftragt werden.

Ende November sollen die Ergebnisse der Überlegungen vorgestellt werden. Rund 400.000 Euro will sich die Gemeinde dieses Projekt, das im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes „Altenberge 2030“ durchgeführt wird, am Ende kosten lassen.

Boulebahn

Angst, dass sie das Gelände nicht wiedererkennen werden, müssen die Altenberger nicht haben. Die Planer bewegen sich in einem relativ eng geschnürten Korsett von Vorgaben: Der Alte Friedhof soll ein Ort der Ruhe und des Gedenkens bleiben. So werden sowohl das Ehrenmal als auch die alten Grabsteine auf dem Gelände verbleiben. Gleiches gilt für den Baumbestand. Das schon angesprochene Totengängsken soll wieder präsenter werden, die Zahl der Parkplätze entlang der Königstraße soll erhalten bleiben. Und für die am Marktplatz abgebauten Bronzereliefs des alten Brunnens soll ein neuer Standort gefunden werden.

Bei der vor wenigen Wochen zu Ende gegangenen Bürgerbeteiligung sind wenige konkrete Vorschläge geäußert worden. Eine Boulebahn steht bei einigen Altenbergern auf der Wunschliste. Die alte musste bekanntlich der Holzschuhwerkstatt weichen.

Arbeit gibt es für die Landschaftsarchitekten hingegen bei der Aufenthaltsqualität, die nach Vorstellungen der Gemeinde genauso verbessert werden soll wie die Barrierefreiheit. Was übrigens laut den Vorgaben aus dem Rathaus entfallen kann, das ist die Plakatwand für die Wahlwerbung an der Königstraße.

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