1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Altenberge
  6. >
  7. Nochmal sechs Millionen mehr

  8. >

Grundschulneubau wird immer teurer: Geschätzte 23,5 Millionen Euro

Nochmal sechs Millionen mehr

Altenberge

Die Baupreise steigen weiter und weiter. Und die Grundschule wird teurer und teurer. Die Politik ist sich noch nicht einig, wie es weitergehen soll.

Die Zeit der Ludgeri-Hauptschule ist lange abgelaufen. Jetzt diskutieren die Ratsfraktionen darüber, ob sich die Gemeinde eine neue Grundschule für 23,5 Millionen Euro noch leisten kann. Foto: Uwe Renners

Die Politik hatte mit so etwas gerechnet. Schlucken mussten die Fraktionen dann aber doch, als der Beamer die aktuelle Kostenhochrechnung für den geplanten Grundschulbau auf die Leinwand warf: 23,5 Millionen Euro müsste die Gemeinde locker machen, wenn die Baupreise bis November weiter so rasant steigen, hat das Burgsteinfurter Büro Varwick kalkuliert.

Wobei die Unsicherheit nach wie vor groß ist. Es kann weiter nach oben, aber auch nach unten gehen. Zur Erinnerung: Im Frühjahr standen noch 17,5 Millionen unter der Gesamtkostenaufstellung. Und CDU-Sprecher Matthias Große Wiedemann konnte sich noch an Zeiten erinnern, in denen der Gemeinde der komplette Neu- und Umbau für 14 Millionen Euro geliefert werden sollte. Die Mitglieder des Hauptausschusses waren sich am Montagabend in einem Punkt einig: Der Kostenschock soll erst einmal in den Fraktionen verdaut und dann im Rat noch einmal diskutiert werden.

Tendenzen wurden bei der Beratung am Montag aber schon deutlich. „Der Kostensprung verunsichert uns doch sehr“, sagte Matthias Große Wiedemann für die Christdemokraten. Man müsse sich schon genau überlegen, wie das Großprojekt denn zu stemmen sei. Und ob man unter diesen Umständen schon mit dem Abriss beginnen solle? Große Wiedemann rät ab. Außerdem habe die CDU noch keine nachhaltige Finanzierung gesehen. Auch die FDP denkt in diese Richtung. Wim Heimbeck: „Erst eine stabile Finanzierung, dann physisch Hand anlegen.“

Die SPD sieht die Sache anders. „Wir müssen alle etwas schlucken. Aber wir wollten eine Grundschule. Darum sehen wir keine Alternative zum Bau“, stellte Elisabeth Holtstiege-Tauch für die Sozialdemokraten klar. Ins gleiche Horn stießen die Grünen. „Letzte Sicherheit kann uns keiner geben. Was ist die Alternative? Sollen wir noch ein Jahr warten?“, fragte Stefan Lammers. Und: „Wir brauchen eine Schule und können nicht warten, dass die Zeiten besser werden.“

Ob sich die Gemeinde so ein Projekt überhaupt leisten kann? Diese Frage ging an Kämmerer Stephan Wolff. Und der sieht auch die 23,5 Millionen Euro, die die Gemeinde übrigens ziemlich alleine ohne öffentliche Förderung tragen muss, noch für machbar. Für weitere Maßnahmen dieser Größenordnung könne es allerdings eng werden. „Bei weiteren Projekten muss man genau gucken, was man sich nochleisten kann.“

Wie gesagt, der Rat wird über die gestiegenen Kosten in seiner nächsten Sitzung am 26. September ausführlich beraten.

Startseite
ANZEIGE