1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Altenberge
  6. >
  7. Notlösung hat ausgedient

  8. >

Sozialausschuss plädiert mehrheitlich für neue Rampenanlage auf Marktplatz

Notlösung hat ausgedient

Altenberge

Sie sorgte in der Vergangenheit für viel Kritik: Die provisorische Rampenanlage auf dem neugestalteten Marktplatz. Zwischenzeitlich ist die hölzerne Anlage abgebaut worden. Jetzt soll eine dauerhafte aus Betonsteinpflaster bestehende Rampenanlage angelegt werden. Am Montagabend stimmten die Mitglieder des Sozialausschusses mehrheitlich für die rund 50.000 Euro kostende Anlage.

Von Matthias Lehmkuhl

Die provisorische Rampenlage auf dem neuen Marktplatz wurde aus Gründen der Verkehrssicherheit vor einigen Wochen abgebaut. Die Mehrheit des Sozialausschusses stimmte nun für eine fest installierte Aufgang-Anlage aus Betonsteinpflaster . Foto: mas

Die provisorische Rampenanlage auf dem neugestalteten Marktplatz sorgte in der Vergangenheit für viel Diskussionsstoff und Kritik. Viele Leserbriefe sind dieser Zeitung dazu zugegangen. Vor einigen Wochen ist die hölzerne Anlage aus Gründen der Verkehrssicherheit abgebaut worden. Allerdings nicht ersatzlos.

Am Montagabend stimmten die Mitglieder des Sozialausschusses mehrheitlich für die Anlegung einer fest installierten Rampenanlage aus Betonsteinpflaster an gleicher Stelle. Zur Finanzierung der Bauleistung sind 50.000 Euro in den aktuellen Haushalt eingestellt worden.

Nicht verhältnismäßig

„Wir stellen die Verhältnismäßigkeit in Frage“, sagte Gaby Schnell, Vorsitzende des Seniorenbeirates, nachdem die SPD-Fraktion der Vorlage sofort zugestimmt hatte. „Gibt es nicht etwas besseres? Muss diese Anlage in dieser Form gebaut werden?“, kritisierte Schnell die Planung. Bürgermeister Karl Reinke entgegnete, dass die Verwaltung mit dem Planungsbüro „scape Landschaftsarchitekten“ aus Düsseldorf – verantwortlich für die Planung der im Sommer 2020 realisierten Neugestaltung des Marktplatzes – alle denkbaren Möglichkeiten durchgesprochen habe und letztendlich diesen Entwurf favorisiere.

Die Liberalen zeigten sich mit dem Vorhaben einverstanden, „es muss aber optisch passen“. Die Bündnisgrünen wiesen zwar darauf hin, dass die 50.000 Euro viel Geld seien, „aber wir stimmen ebenfalls dieser Rampenanlage zu“. Die CDU-Fraktion stellte während der Diskussion einen möglichen Durchbruch der vorhandenen Stampfbetonmauer in den Raum. Da jedoch dadurch der neugestaltete Marktplatz in seinem Erscheinungsbild verändert werden würde und damit eine Rückforderung der geflossenen Fördergelder drohen könnte, riet die Verwaltung davon ab.

Marktbeschicker halfen

„Als das Provisorium noch vorhanden war, habe ich oft beobachtet, dass viele Menschen mit Rollatoren die Rampenanlage nutzten und ihnen sogar von den Marktbeschickern geholfen wurde“, warb Bürgermeister Reinke für die geplante Rampenanlage. Doch die CDU-Fraktion ließ sich nicht umstimmen und votierte gegen den Beschlussvorschlag. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Nachhaltigkeit am kommenden Montag (7. Februar, 18 Uhr, Saal Bornemann) steht das Thema wieder auf der Tagesordnung. „Der neue Marktplatz gilt eigentlich als barrierefrei“, bemerkte Thomas Mücke, Leiter des Fachbereich III/ Hoch-/Tiefbau und Gebäudemanagement in der Gemeindeverwaltung, noch einmal nachdrücklich.

Startseite
ANZEIGE