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„Pop-Legends in Concert“

Spektakel erster Güte

Legden/Altenberge

Welch ein Musikfest! Die Bühnenshow der Jass-Concert-Band aus Altenberge unter dem Motto „Pop-Legends in Concert“ mit Solisten und Tänzerinnen im riss das Publikum von den Sitzen. Und der King of Pop im Dorf Münsterland war immer noch Michael Jackson.

Martin Fahlbusch

Die Gesangssolisten   Linda Lulka Suarez, Lewin Blümel, Jeanette „Jea“ Ekua Assiamah und Marielle Niemeyer (v.l.) rockten das Audimax im Dorf Münsterland. Unterstützt wurden sie durch die Jass-Concert-Band der Musikschule Altenberge. Foto: Martin Fahlbusch

Der erste „Wow-Moment“ beim Auftritt der Jass-Concert-Band aus Altenberge unter dem Motto „Pop-Legends in Concert“ war garantiert, als endlich der Vorhang von der großen Bühnentraverse herunterregnete und den Blick auf ein irres Licht-, Bühnenbild-, Video- und Musikerspektakel bot: Wir sind im legendären Cesars Palace, zwar nicht in Las Vegas, dafür aber im Dorf Münsterland in Legden.

Dahin hatte es Helfer, Sänger, Crew, Tänzerinnen, Techniker, Musiker, Beleuchter, Mitstreiterinnen, den Regisseur Roland Busch und nicht zuletzt den Dirigenten Christoph Harpers gezogen, um einem mit über 500 fiebernden Zuhörern und Zuschauern gefüllten Audimax als eine Art verlegtes Heimspiel eine echte Show zu bieten. Amerika lässt grüßen.

Doch auch für große Shows gilt: Ohne zahllose Helfer, Mitmacher und versierte Profis (Ton, Licht, Video, Regie) geht solch ein Konzert-Schmankerl eben nicht.

Drei bärenstarke Damen

Der alte „Kalle Orff“ mag sich vielleicht im Jenseits gewundert haben, dass er mit seinem „Oh Fortuna“ in die Phalanx der „Pop-Legends“ an diesem Abend eingereiht wurde. Aber so konnte es die bald 60-köpfige Band schon zu Beginn ordentlich krachen lassen.

Naja - und dann stand er mit „Wanna Be Startin‘ Something“ in gewisser Weise mitten im bunten Bühnenlicht: Michael Jackson, der an diesem Abend immer wieder auftauchte. Und das fetzte so richtig. Aber auch Beyoncé, Michael Bublé, Tina Turner, Robbie Williams, Whitney Houston, Lionel Richie, Gloria Estefan, Stevie Wonder und und und…

Musikalisch hielten die Vorstellung drei bärenstarke Damen – Jeanette „Jea“ Ekua Assiamah, Marielle Niemeyer und Linda Lulka Suarez – und ein rasanter Lewin Blümel prima aufrecht. Die schlüpften mühelos in die „Legend-Rollen“ und nicht zuletzt in lange Kleider, Anzugsjacken, Netzstrümpfe, Stoffhosen, kurze Röcke, noch kürzere Hosen und flirrende Oberteile.

Perfektion machte sprachlos

Eher verhaltener gewandet die Musikerschar, die mit Unterstützung die Arbeit der Musikschule Altenberge präsentierte. Dass das Äußere aber nichts mit einer zurückgenommenen Spielweise zu tun haben muss, bewiesen sie alle, als sie von der Leine gelassen wurden. Da muss man das Fundament der Big-Band um Frederik Bertling (Keyboards), Mats Willers (Drums), Ralf Thesing (Bass) und Tim Wolterings E-Gitarre nennen. Auf dieser Basis baute Dirigent und Arrangeur Christoph Harpers dann ein tolles Funkhouse, in dem die Solisten Marie-Luise Theile (Flöte), Stefan Ketteler-Eising (Saxofone), Peter Knufmann (Trompete und Flügelhorn) und Christoph Jansen (Posaune) glänzen konnten.

Da ihre Zahl überschaubar und ihre Leistung ans Artistische grenzte, seien auch die Tänzerinnen genannt: Julia Hopfeld, Fabienne Niemeyer, Lea Oelgemüller und Linda Keller.

Eingepackt war das Ganze in eine nachgerade perfekte Ton-, Video und Lichttechnik, die peinlich darauf bedacht war, dass die Sänger und Tänzer nicht von der Big-Band von der Bühne gepustet wurden. Soviel Perfektion machte eben auch ein wenig sprachlos. Beifall gab es satt, stehende Ovationen auch, vor allem im Zugaben-Block mit weiteren Songs vom „King of Pop“.

Was Bruno Mars mit Mark Ronson mit „Uptown Funk“ vor ein paar Jahren in die Hitparaden katapultiert hat, reserviert ihm den Platz in der Legends-Riege mit Sicherheit. So feierten Sänger, Tänzerinnen und Band zum Abschluss noch mal richtig ab – samt restlos erwachtem Publikum: „Cause Uptown Funk gon‘ give it to you.”

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