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Weinfest des Heimatvereins Altenberge war ein Publikumsmagnet

Tolle Künstler, edle Tröpfchen

Altenberge

Speis´und Trank, Geselligkeit, kabarettistische und musikalische Unterhaltung, dazu ein lauer Sommerabend wie aus dem Bilderbuch: Beim dritten Weinfest des Heimatvereins Altenberge stimmte einfach alles. Kein Wunder , dass im Hof des historischen Gebäudeensembles des Vereins und auf dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Areal gleich nebenan am Samstag Superstimmung herrschte.

Von Rainer Nix

Gute Laune herrschte im Publikum, das mit edlen Tropfchen bestens versorgt wurde. Die „Corona Brass Brothers“ betraten als erste die Bühne und spielten ein zweites Mal vor Stenings Scheune (Bild links). Später trat die Volker-Leiss-Band auf – optisch wie akustisch besonders auffällig dabei Wollo Seidel mit seiner legendären Paletten-Gitarre (Bild unten). Foto: nix

Speis´und Trank, Geselligkeit, kabarettistische und musikalische Unterhaltung, beim dritten Weinfest des Heimatvereins Altenberge stimmte einfach alles. Im Hof des historischen Gebäudeensembles und auf dem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Areal gleich nebenan herrschte am Samstag Superstimmung. Ob trockener Riesling, Grauburgunder oder andere edle Tropfen, das Publikum ließ sie die Rebensäfte genüsslich die Kehlen runterrinnen. Noch immer ist es nicht wieder selbstverständlich, in größerem Rahmen zu feiern. Und der war gegeben: Mehr als 900 Besucher waren gekommen. Das Publikum war also offensichtlich sehr dankbar für diese Gelegenheit.

„Tolles Fest“, „endlich wieder Freunde treffen“ oder „Klasse Programm“ lauteten nur drei der begeisterten Kommentare. Die Corona-Regeln „genesen, getestet, geimpft“ wurden sehr ernst genommen. Ohne einen entsprechenden Nachweis durfte niemand den Eingang passieren.

„Wir freuen uns, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind“, betonte der Heimatvereins-Vorsitzende Franz Müllenbeck bei seiner Begrüßung. „Ich bin froh, dass dieses Fest heute wieder möglich ist“, legte Bürgermeister Karl Reinke nach. Für Wein und kulinarische Genüsse garantierten der Diplom-Sommelier François Szivos und die Ratsschänke Bornemann.

Gleich in die Vollen gingen die „Corona Brass Brothers“, ein verwegenes Trio aus Altenberge und Münster. Die musikalischen Zeitgenossen traten gleich zweimal auf, zunächst auf der Hauptbühne und dann vor Stenings Scheune. Der Mix aus Volksliedern und Evergreens traf den Nerv des Publikums. Ihre Version des Adriano Celentano-Hits „Azuro“, interpretiert mit Bariton-Horn, Posaune und Tuba, ist unvergleichlich. Mit „Wochenend und Sonnenschein“ von den unvergessenen „Comedian Harmonists“ kam selbst nach den Sommerferien noch Urlaubsstimmung auf. Und dann „legten“ sie sich auch noch ins „Bett im Kornfeld“ zur Melodie des großen 1976er- Bellamy-Brother-Erfolges „Let your love flow“.

Der „Kleinkunst-Hybrid“ Mario Siegesmund zog als Comedian, Kabarettist und Musikant alle Register, doch nicht jeder seiner Gags zündete. Er zitierte Sprichwörter wie „Nimmt der Wein den Kopf dir ein, sind auch die Füße nicht mehr dein“ und sang zur Gitarre Neue-Deutsche-Welle-Hits, deren Texte er veredelte. So beispielsweise zum Thema „Herbst“: „Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse, denn jetzt geht es los mit dem Laubgebläse.“

Als Dritte im Bunde betrat die Volker-Leiss-Band die Bühne. Leiß, Hans-Ralf Waterkamp, Wollo Seidel und Thomas Krause brachten zur Verstärkung den Bassisten Gregor Reim mit. Sie bestachen wieder einmal durch ihre Professionalität und die gute Auswahl erstklassiger Songs der Rock- und Popgeschichte. Ihre Interpretationen treten durch mitreißenden Drive hervor, die Harmonien sind perfekt ausgearbeitet. Mit „Learning to fly“ von Tom Petty begann ihr Auftritt. Zum Programm gehörten unter anderem das „Hotel California“, der in den Siebzigern äußerst erfolgreiche Eagle- Song. „The Boxer“ von Simon und Garfunkel sowie „Sultans of swing“ von den Dire Straits. Die Setlist war lang und ließ keinen Moment Langeweile aufkommen. Ein Klasse-Auftritt vor einem rundum zufriedenen Publikum.

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