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Mitgliederversammlung des TuS Altenberge / Vision „Sportpark Großer Berg“

„Tür für Verhandlungen steht offen“

Altenberge

Während der Mitgliederversammlung des TuS Altenberge wurde auch über die „Vision Sportpark“ informiert. Der TuS strebe nicht eine Auflösung des TC an, betonte Vorsitzender Dr. Thomas Keßler.

Von und

Der Vorstand des TuS Altenberge (v.l.) mit Bürgermeister Karl Reinke (3.v.r.): Christina Matthoff (Geschäftsführerin), Uwe Lucas (stellvertretender Vorsitzender), Matthias Klapproth (Vorstand, Ressort Finanzen), Dr. Thomas Keßler (Vorsitzender), Johannes Hölker (Abteilungsleiter, Geschäftsführer Fußball) und Thomas Schreiber (stellvertretender Vorsitzender). Es fehlt Mats Lammers. Foto: TuS Altenberge

Mit sechsmonatiger, pandemiebedingter Verspätung brachte die Mitgliederversammlung des TuS Altenberge bezüglich der Neugestaltung des Sportgeländes in Altenberge neue Erkenntnisse. Nur wenige sportliche Aktivitäten und Erfolge standen 2020 und 2021 für den Verein im Mittelpunkt, dafür waren erhebliche organisatorische und logistische Aufgaben aufgrund der Corona-Pandemie zu bewältigen. „Die Mitgliederzahlen waren leicht rückläufig, knapp sechs Prozent“, heißt es in einer Pressemitteilung des TuS.

Mitgliederrückgang

Der Mitgliederrückgang ist aber kein Alarmzeichen für den Mehrspartenverein. 1873 Mitglieder zählt der TuS Altenberge derzeit, das sei bezüglich der Umstände gut zu verkraften, so die Geschäftsführerin des TuS, Christina Matthoff. Wahlen standen in diesem Jahr nicht an, der komplette geschäftsführende Vorstand setzt seine Tätigkeit bis 2022 fort. Die Formalien wurden ohne Beanstandungen in der Versammlung präsentiert, der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Auszeichnung

Hohe Verluste musste die Abteilung Rehasport (Münsterstraße) verkraften, das Studio war insgesamt fast neun Monate durch Corona geschlossen. Allerdings hat der Verein durch Einsparungen in anderen Bereichen keine besorgniserregenden Engpässe erlitten, so der TuS weiter. Die Kurse im Rehasport laufen derzeit wieder mit steigenden Teilnehmerzahlen an, das Gerätetraining im Gesundheitssport ist geöffnet.

Für ihre 50-jährige Vereinsmitgliedschaft wurden Angela Bußmann, Alfred Brunsmann und Volker Wosnig geehrt. Eine besondere Ehre wurde Reinhold Ueding zu Teil. Er wurde im Beisein der ersten und zweiten Fußballmannschaft für seine Tätigkeit als Jugendtrainer und -koordinator, begonnen vor mehr als 50 Jahren, sowie für seine langjährige Arbeit als Kassierer bei den Heimspielen ausgezeichnet.

Die Jugendabteilung des Fußballs hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, um die Attraktivität für Kinder und Jugendliche zu steigern. Das Projekt JuliA (Jugendfußball leben in Altenberge) mit dem Motto „Spielen statt Zocken – Raus auf die Straße“, das von Daniel Hemker erläutert wurde, soll durch Konzepte, wie Funino, die Spielfreude beim Fußball steigern und Kinder und Jugendliche wieder näher an den Vereinsfußball bringen.

Spielen statt Zocken

Ausführlich wurden die vom TC Altenberge abgebrochenen Fusionsbemühungen mit dem TuS in der Versammlung diskutiert. Dem Vorsitzenden Dr. Thomas Keßler war wichtig klarzustellen, dass der TuS weder eine Auflösung des TC Altenberge noch eine „Aufgabe der Tennisanlage“ des TC angestrebt habe. Vielmehr war der TC Anfang 2019 auf den TuS zugegangen, um den schwindenden Mitgliederzahlen, dem anstehenden Sanierungsbedarf und den gestiegenen Kosten für die sieben Plätze durch eine mögliche Kooperation zu begegnen. Herausgekommen ist das gemeinsame Projekt „Vision Sportpark“. In diesen Planungen wurden zwei Varianten vorgestellt, wobei jeweils eine Tennisanlage hätte weichen müssen.

Aus Sicht des TuS versucht der TC Altenberge durch den Rückzug von den Fusionsverhandlungen die „Variante 1“ für sich in jedem Fall auszuschließen, in der die TuSTennisanlage erhalten bleiben würde. Demgegenüber haben sowohl die Gemeinde als auch der TuS ergebnisoffen beide Versionen zur Prüfung und Entscheidung über die Zukunft des Sportgeländes akzeptiert. Der TuS, heißt es in der Pressemitteilung weiter, betone, „dass die Tür für weitere Verhandlungen offensteht“. Untätig wird die Planungsgruppe nicht bleiben, es gibt kreative Ideen, wie beispielsweise das neue Vereinsheim im Zentrum des Sportparks auch ohne die Fusion umgesetzt werden könnte.

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