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Friedhof wird um 310 Grabstätten erweitert

Urnen weiter klar im Trend

Altenberge

Die Urnenbestattung ist weiter klar auf dem Vormarsch. In Altenberge legt die Gemeinde jetzt 310 neue Grabstätten an.

Das neue Urnengrabfeld wird auf dem Altenberger Friedhof gerade angelegt. Den entsprechenden Plan dafür hatte der Rat im vergangenen Jahr schon verabschiedet. 310 neue Grabstätten sollen danach entstehen. Foto: Gemeinde Altenberge

Bundesweit registrieren Städte und Gemeinden schon seit längerem eine Veränderung der Trauerkultur. Auch in Altenberge werden Sargbestattungen seltener, während die Anzahl der Urnenbeisetzungen steigt. Zudem spielt die Nachfrage nach pflegefreien Grabstätten eine immer größere Rolle. Darum hat die Gemeinde zum Beispiel die Urnen-Stelen errichtet. Der Blick in die Altenberger Bestattungsstatistik macht diesen Trend zur Urne nur zu deutlich: 2010 und 2019 gab es im Hügeldorf jeweils 79 Beerdigungen auf dem Kommunal-Friedhof. Vor zwölf Jahren waren es noch 61 Sarg- und 18-Urnenbestattungen. In 2021 hatte sich die Entwicklung schon umgedreht: Da waren es 31 Erd- und 48 Urnenbestattungen. Und allein diesem Jahren zählte die Gemeinde bis zum 1. September schon 49 Urnen- und 19 Sargbegräbnisse, wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilte.

Auf diese Entwicklung wurde in Altenberge bereits im Jahr 2007 reagiert, wie die Gemeinde betont: Auf dem Friedhof zwischen Hanseller und Bahnhofshügel wurde eine Fläche für Rasenreihengräber ausgewiesen, so dass Sargbestattungen als pflegefreie Grabart möglich wurden. Im Jahr 2012 folgte dann die Anlegung eines Urnengrabfeldes in Form einer Spirale und die Einrichtung von Urnenrasenreihengräbern als weitere pflegefreie Grabart.

Aufgrund der hohen Nachfrage von Urnengräbern wurde im Jahr 2017 dann eine weitere Urnenspirale angelegt und im Jahr 2019 eine Reihe von pflegefreien Urnenstelen errichtet. Da die Urnenspiralen alsbald belegt sein werden, hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr einen Gestaltungsplan zur Neuanlegung eines weiteren Urnengrabfeldes verabschiedet.

Diese Planung wird aktuell auf dem kommunalen Friedhof umgesetzt. Im Auftrag der Gemeinde legt die Firma Lösing`s Gartenflora derzeit insgesamt 310 neue Grabstätten nahe der Hanseller Straße an. Die Planung sieht vor, dass auf dem Feld – mittig angeordnet – 209 Urnengräber mit freier Gestaltungsmöglichkeit entstehen. Zudem werden als u-förmige Umrandung des Feldes sowie zentral unter der vorhandenen Linde zusätzliche 101 Urnengrabmäler in Form einheitlicher Sandsteinstelen angelegt. Sie dienen als pflegefreie Grabanlage und erhalten eine Staudenunterpflanzung, wie aus den Plänen hervorgeht.

Das Feld wird in westlicher und nördlicher Richtung zu den bestehenden Wahlgräbern hin mit einer Buchenhecke abgegrenzt. Auf der westlichen Seite ist zudem die Pflanzung von Bäumen entlang der Hecke geplant. Das neue Urnengrabfeld wird Ende September fertiggestellt und voraussichtlich am 1. November mit einem priesterlichen Segen eingeweiht, teilt die Gemeinde weiterhin mit.

Schon jetzt weist die Gemeindeverwaltung darauf hin, dass neben der Neuanlegung des Urnengrabfeldes weitere Arbeiten auf dem Friedhof anstehen: In den Herbstwochen werden Wege im zur Bahnhofstraße orientierten Grabfeld I erneuert.

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