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Jimmy Reiter, Fabian Fritz und Alex Lex rockten den Saal

Von Null auf Hundert

altenberge

Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer kamen in den Saal Bornemann und erlebten ein tolles Konzert: Die Boogie-Session mit Jimmy Reiter, Fabian Fritz und Alex Lex begeisterte.

Von Rainer Nix

Fabian Fritz, Jimmy Reiter und Alex Lex (v.l.) interpretierten am Mittwochabend Blues-Songs vom Feinsten. Zahlreiche Gäste kamen in den Saal Bornemann.Zahlreiche Gäste kamen in den Saal Bornemann. Foto: Nix

Er kommt freundlich, humorvoll und im Ganzen gesehen recht unprätentiös daher. Seine Bluesgitarre spielt er exzellent, wofür ihn die Fachpresse allerorten rühmt. Der Osnabrücker Musiker Christoph „Jimmy“ Reiter war am Mittwochabend Gast der Boogie-Session bei Bornemann. Diesmal in kleiner Besetzung, mit Meister Jimmy Reiter an der E-Gitarre, Vollprofi Fabian Fritz am Piano und dem begnadeten Alex Lex am Schlagzeug, rockte das Trio den Saal.

Gerstensaft

Nach dem rhythmisch betonten „Warm-up“ mit dem „New Orleans Stomp“, interpretiert von Fritz und Lex, trat Reiter ans Mikrofon. „Habt ihr ein bisschen Bock auf Blues?“, fragte er, bevor das Publikum mit frenetischem Applaus antwortete. Mit „Rock Bottom“ startete er von Null auf Hundert. Gleich fiel auf, dass die Musiker ein eingespieltes Team sind, das nicht zum ersten Mal gemeinsam musizierte. „Man ist ja zurzeit sehr vielen Gefahren ausgesetzt“, so der Gitarrist, doch momentan ist die größte, „unterhopft“ zu werden. Die kleine Anspielung führte sogleich dazu, dass den Musikern ein Humpen kühlen Gerstensaftes kredenzt wurde.

Dann ging´s ans Eingemachte. Mit heißer Blues-Klampfe und akzentuiert gesetztem Klavier spielten die Drei „I´ll take the easy way“ von Reiters erstem Album. „High Priest of Nothing“. Der Song groovte richtig schön und steigerte die gute Laune. Auf der Setlist des Saitenakrobaten, die er seinen Mitstreitern vorher nicht verriet, stand auch „It´s too bad that things are going so tough“ von Freddy King. Der war neben Albert King und dem legendären B.B. King einer der Könige des elektrischen Blues: „Now I used to smoke cigars. The very best in town. But bad luck an`trouble. Is bound to get me down“, heißt es in dem Song, der besonders die Sologitarre fordert.

Geburtstag

In der Pause trat Organisator Norbert Fritz, der die Blues-Sessions von Anfang an begleitete, vor das Mikrofon. Er zeigte das von ihm gestaltete Plakat „I love Boogie-Woogie“, das die erste Veranstaltung der Reihe damals im Lindenhof ankündigte. Zehn Jahre ist das her, daher wird am 27. Oktober Geburtstag gefeiert. „Es wird ein Fest mit besonderen Gästen“, verspricht Fritz. Tommy Schneller, Saxofonist und Sänger wurde ebenso genannt wie Cat Baloun, die nicht nur eine exzellente US-Bluessängerin ist, sondern auch fantastisch Mundharmonika spielt.

Erfolgsstory

Natürlich sind auch die „Hauspianisten“ Fabian Fritz und Daniel Paterok sowie auch Christian Bleiming mit dabei. Fans des Boogie-Formates dürfen sich freuen. Eines lässt sich jetzt schon feststellen. Die Sessions ins Leben zu rufen, war eine großartige Idee, die längst zur Erfolgsstory gereift ist.

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