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Freiwillige Feuerwehr legt Konzept vor

Wie und wo fit halten?

Altenberge

Wie Feuerwehr hat ein Fitnesskonzept vorgelegt, in dem beispielsweise ein Fitnessraum im Feuerwehrgerätehaus angestrebt wird. Die Gemeinde schlägt eine finanzielle Unterstützung für eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio vor.

Von Martin Schildwächter

Oberbrandmeister Lukas Kollmer hat für die Freiwillige Feuerwehr ein Fitnesskonzept erarbeitet. Das sieht vor, im Feuerwehrgerätehaus einen Fitnessraum einzurichten. Foto: mas

Wer Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist, der muss körperlich topfit sein. Unterbrandmeister Lukas Kollmer hatte deshalb ein Fitness-Konzept erarbeitet. Ein Baustein: Der derzeit noch durch die Jugendfeuerwehrwehr genutzte Mehrzweckraum im ersten Obergeschoss des Gerätehauses könne zu einem Fitnessraum umgebaut werden. Dafür würden Kosten von insgesamt etwa 15 000 Euro anfallen. Anschließend würde eine Trainingsgebühr von etwa 1500 Euro pro Jahr anfallen.

Über diese Idee und ob sie überhaupt in die Tat umgesetzt wird, diskutierten die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Teilhabe, Generationen, Kultur, Sport und Soziales in ihrer jüngsten Sitzung. Einigkeit herrscht bei allen Fraktionen darüber, dass es gut sei, ein Fitness-Konzept zu erarbeiten. Ob für die Umsetzung dafür allerdings ein Fitnessraum im Feuerwehrgerätehaus die richtige Adresse ist, bezweifelten die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. „Unter Anleitung in einem Fitnessstudio Sport zu treiben, scheint mir die bessere Lösung zu sein“, sagte Tobias Dahlhaus (CDU). Auch Markus Geuker (FDP) hält eine „Kooperation mit einem hiesigen Fitnessstudio für die bessere Variante“. Geuker weiter: „Auf jeden Fall ist es für uns ganz wichtig, hier das Ehrenamt zu unterstützen.“

Anleitung

Sowohl die Raumfrage als auch die Variante Fitnessstudio hält Andreas Nowak (Grüne) nicht für ideal: „Ich betrachte beide Modelle skeptisch.“ Zum einen dürfe „das Raumproblem im Feuerwehrgerätehaus“ nicht größer werden, zum anderen sollten nicht „zu hohe Kosten“ entstehen.

Kosten

Uwe Lucas (SPD) hält das Vorhaben der Feuerwehr grundsätzlich „für eine gute Sache“. Aber: Der Fitness-Gedanke sollte sich nicht nur auf Geräte beschränken. Lucas: „Es gib weitaus mehr Möglichkeiten, sich für den Dienst in der Feuerwehr fit zu halten.“ Zudem sollte seiner Ansicht nach nicht nur das Fitnessstudio Inform, sondern auch das Fitnessstudio des TuS Altenberge bei der weiteren Diskussion mit einbezogen werden. Dort werde mit einem Anbieter zusammengearbeitet, der bundesweit Fitness-Programme in Studios anbiete.

Ehrenamt

Die Gemeinde favorisiert als Alternative zum Fitness-Konzept der Feuerwehr eine monatliche Kostenbeteiligung von zehn Euro pro Mitglied der Einsatzabteilung für eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. So würden der knappe Raum im Feuerwehrgerätehaus als auch das Fitness-Training unter fachlicher Begleitung sichergestellt, heißt es in einer Stellungnahme.

Weitere Gespräche

„Wir sind für Gespräche offen“, sagte Guido Roters, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr. Nun sollen sich in Kürze die Fraktionsspitzen, die Gemeindeverwaltung und die Feuerwehr zusammensetzen, um eine Lösung zu finden. Dabei soll auch geklärt werden, ob ein ähnliches Angebot für die Mitglieder des DRK in Frage komme.

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