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Kunsthandwerkermarkt in abgespeckter Form

„Wir ziehen das durch“

Altenberge

„Klein und fein“, so beschrieb der Heimatvereins-Vorsitzende Franz Müllenbeck zutreffend den Charme des Kunsthandwerkermarktes am Wochenende. Das Angebot war überschaubar, doch gut ausgewählt. Im Speicher steht auf neun Quadratmetern die von Alfons Schnell geschenkte „westfälische Krippe aus Altenberge“, wobei die Krippenszenen in der fast fünf Meter hohen Weihnachtspyramide im Innenhof zu bewundern sind. Die Pyramide ist zurzeit eine der Hauptattraktionen und wird oft besucht.

Von Rainer Nixund

Der Altenberger Kunsthandwerkermarkt hatt einiges zu bieten für die Besucher. Die Weihnachtspyramide im Innenhof ist eine der Hauptattraktionen. Foto: Rainer Nix

„Klein und fein“, so beschrieb der Heimatvereins-Vorsitzende Franz Müllenbeck zutreffend den Charme des Kunsthandwerkermarktes am Wochenende. Das Angebot war überschaubar, doch gut ausgewählt. Im Speicher steht auf neun Quadratmetern die von Alfons Schnell geschenkte „westfälische Krippe aus Altenberge“, wobei die Krippenszenen in der fast fünf Meter hohen Weihnachtspyramide im Innenhof zu bewundern sind. Die Pyramide ist zurzeit eine der Hauptattraktionen und wird oft besucht. „Viele der von mir gefertigten Holzobjekte wurden in den letzten 25 Jahren bereits an verschiedenen Orten der Region gezeigt“, sagt Schnell. Überall war das Publikum von der Detailtreue der Windmühle, des Kornspeichers, der Figuren und weiteren Exponaten begeistert. Das war auch am Freitag, Samstag und Sonntag nicht anders.

Die Anbieter hatten Einiges im Gepäck: Filigran gefertigte Kästchen mit abwechslungsreichen Motiven, bunte Windlichter, Holzspielzeug und Brettspiele oder auch schlanke Skulpturen bereicherten das festlich illuminierte Szenario auf dem Gelände des Heimatvereins. Leckere Bratwürste gab‘s vom Grill, Bio-Glühwein sorgte zusätzlich für weihnachtliches Flair.

Uli Gumpert, Senior der „Höpinger Spielewerkstatt“, fertigt seit 1976 Holzspielzeug. „Das Ganze entstand aus einem Hobby“, erläuterte er. Im Backhaus stellte Gumpert unter anderem seine große Holzeisenbahn mit der Dampflok „Big Emma“, aus, die er lange schon in nur geringer Stückzahl baut. Der Zug wird von seinen Käufern bereits an nachfolgende Generationen weitervererbt. Auch das Rutschauto „Edda“ ist ein Hingucker. Insassen sind Holzpüppchen mit ganz eigenen Formen, die sogar noch ein Puzzle hergeben. „Ich setze mich Ende des Jahres zur Ruhe“, sagt Gumpert. Er ist froh, in Manuel Winken einen Nachfolger gefunden zu haben. „Ich bleibe natürlich mit Rat und Tat erhalten, denn in der Fertigung meiner Holzobjekte steckt viel Herzblut“, betont Gumpert.

„Wir hatten den Kunsthandwerkermarkt umfangreicher mit 15 Ausstellern vorgesehen“, so Müllenbeck. Doch manch einer war nicht geimpft und auch nicht bereit, sich testen zu lassen. Daher durften nur neun nach Altenberge kommen. „Wir ziehen das durch“, sagte Müllenbeck bereits im Vorfeld. Sicherheit steht in der Coronazeit beim Heimatverein an oberster Stelle. Daher herrschte die 2Gplus-Regel. „Wir planen bis Weihnachten an jedem Wochenende jeweils freitags, samstags und sonntags insgesamt noch elf Events“, so Müllenbeck. Dabei wird von verschiedenen Formationen besinnliche Livemusik gespielt. Den Kunsthandwerkermarkt bereicherten musikalisch die Feuerwehrkapelle, das Blechbläserensemble des Jugendorchester Havixbeck sowie der Programmpunkt „Weihnachtsjazz mit Kettel“. „Wir sind froh, dass wir alles realisieren konnten“, betonte der Vorsitzende abschließend.

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