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Garten der Familie Förster bekam „Steinfurt Summt und Brummt“ Plakette

Wunderbares Biotop für Insekten

Altenberge

Der Garten der Försters ist ein Paradies für Insekten. Von den Imkern gab es jetzt dazu eine Auszeichnung, quasi im Namen der Bienen.

Von Rainer Nixund

Angelika und Ulrich Förster (v.l.) mit Teresa Ludwig inmitten des artenreichen Gartens. Foto: nix

Als dritte im Bunde freuen sich Angelika und Ulrich Förster in Altenberge über die Prämierung ihres Gartens durch den „Imkerverein Steinfurt und Umgebung“. Teresa Ludwig, Bienenweide-Fachberaterin des Vereins, überreichte unter anderem Urkunde und Plakette des Wettbewerbs „Insektenfreundlicher Garten - Steinfurt summt und brummt“. Gerade Imker haben großes Interesse daran, Lebensräume für Bienen und andere Insekten zu fördern. „Während der Pandemie-Zeit sind besonders viele Menschen in ihren Gärten aktiv“, so Ludwig, „da schien es uns sinnvoll, Interesse auf das Thema Insekten zu lenken.“

Nachdem bereits die Gärten der Familien Stucky in Borghorst mit ihren zahlreichen Insektenhotels und der Familie Hoffmeister in Metelen, die sich vor allem der Vermehrung und Pflege heimischer Stauden widmet, ausgezeichnet wurden, standen hier die ökologischen Vorzüge des großflächigen Gartenteichs der Försters im Mittelpunkt.

Teiche leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Biodiversität, Artenvielfalt in der Tierwelt. Sie bieten Lebensraum für Insekten, Amphibien, Eidechsen und Vögel. Gerade gefiederte Freunde nutzen ihn gern als Wasserreservoire zum Trinken oder Baden. „Eine Vogeltränke reicht da oftmals nicht aus“, erklärt Ludwig. „Die Frösche quaken gerade nicht“, so Ulrich Förster, „doch sie sind seit Wochen aktiv.“ Für ihn und seine Frau ist das Musik in den Ohren und keineswegs ein Störgeräusch. „Man sieht, wie Vögel im Flug über den Teich Insekten fangen, in der Dämmerung trinken hier bis zu acht Fledermäuse oder holen sich Insekten“, beschreibt Angelika Förster. Faszinierend, wie sie im Gleitflug nur kurz das Wasser berühren, um gleich wieder abzuheben. Es ist ein kleines Paradies, nicht zuletzt wegen der vielen Blumen, die Bienen und Hummeln reichlich Nahrung bieten. „Ich mag es einfach, wenn zahlreiche Pflanzen wild wachsen“, schwärmt die Hausherrin.

Gerade blüht der Frauenmantel, das „blaue Glöckchen“ ist leider schon verwelkt, dafür kommen Lavendel und Blutweiderich. Darüber hinaus bereichern Taglilien, Rosen, Fingerhut, Nacht- und Königskerzen die Flora. „Manche Insekten sind auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen“, erläutert die Fachberaterin. Die Efeu-Seidenbiene zum Beispiel braucht 20 Jahre altes Efeu. So lange braucht es bis zur Blühfähigkeit. Diese Bienenart hat ihren gesamten Lebensrhythmus an die Pflanze angepasst. „Weil wir bewusst keine Fische in unseren Gartenteich gesetzt haben, gibt es hier besonders viele Molche, Kaulquappen und Libellenlarven“, sagen die Försters.

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