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Ehrenabteilung der Altenberger Wehr feierte das 100-jährige Bestehen

Zum Geburtstag den Zapfenstreich

Altenberge

Es war ein beeindruckendes Schauspiel, dem viele Altenberger folgten. Zum 100-jährigen Bestehen der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr gab es auf dem Marktplatz den Großen Zapfenstreich. Und nicht nur den.

Der Marktplatz war dicht gesäumt von den Altenbergern, die dem Großen Zapfenstreich folgten. Er wurde vom Musikzug der Altenberger Wehr und den Kameraden des Laerer Spielmannszuges aufgeführt. Foto: Axel Roll

Das war ein Geburtstagsgeschenk, das in keinen Karton mit Schleife, ja nicht einmal ins leergeräumte Wohnzimmer oder den Garten passen würde. Es musste schon der Altenberger Marktplatz sein, um es feierlich unter dem Applaus vieler Gratulanten auszupacken. Normalerweise werden scheidende Bundespräsidenten oder -kanzler damit verabschiedet, am Freitagabend war es die Ehrenabteilung der Altenberger Freiwilligen Feuerwehr, die zu ihrem 100-jährigen Bestehen den Großen Zapfenstreich dargeboten bekam.

Der eigene Musikzug und die Kameraden des Laerer Spielmannszuges hatten sich zu dem runden Geburtstag musikalisch ins Zeug gelegt. Und sich nicht einen Patzer erlaubt, wie Musikzugleiter Paul Spikker nach dem halbstündigen Zeremoniell zufrieden feststellen konnte. Die Mitglieder der Ehrenabteilung und ihre geladenen Geburtstagsgäste konnten den Zapfenstreich von der Tribüne verfolgen. Viele Altenberger sahen das eindrucksvolle Schauspiel im Schein der Fackeln von den Marktplatz-Arkaden aus. Ausgang und Ende fand das Jubiläum im Saal Bornemann.

Reinhold Heitmann und Josef Dahlhaus als Leiter der Ehrenabteilung zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem musikalischen Geburtstagsgeschenk. Ihr Dank galt nicht nur den aktiven Kameraden für ihren Einsatz. „Ohne Felizitas Plettendorf ständen wir heute Abend nicht hier“, betonte Reinhold Heitmann. Die Archivarin der Feuerwehr hatte das alte Kommandobuch von 1882 abgeschrieben und dabei das Gründungsdatum der Ehrenabteilung ausfindig gemacht. Das war 1921. Streng genommen ist die Ehrenabteilung also schon 101 Jahre alt. Der Grund für die verspätete Geburtstagsfeier ist klar: Corona.

Wehrführer Guido Roters machte deutlich, welchen Stellenwert die Ehrenabteilung innerhalb der Feuerwehr hat. „Ihr habt Großes vollbracht und viele Menschen, auch unter Einsatz des eigenen Lebens, gerettet.“ Mit Hochachtung schauten die Aktiven auf die Lebensleistung der Akteure der Ehrenabteilung. Sie ständen zum Großteil schon Jahrzehnte der Feuerwehr zur Seite und dienten dem Nächsten uneigennützig und ehrenamtlich.

Bürgermeister Karl Reinke betonte in seinem Grußwort, dass die Feuerwehr unersetzlich für die Gemeinde sei. Das habe eindrucksvoll der Rettungseinsatz am Abend zuvor bewiesen.

Landrat Dr. Martin Sommer erinnert daran, dass nur derjenige die Zukunft gestalten könne, der seine Wurzeln kenne. Grundsätzlich seien die Wehren im Kreis „hervorragend aufgestellt“. Sommer lenkte aber auch den Blick auf die gesellschaftliche Komponente, die die Feuerwehr ausfülle: „Jung und Alt kommen hier zusammen.“

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