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„Herbstsause“ auf dem Hof Entrup 119

Zwischen Möhren und Melkstand

Altenberge

Auch in diesem Jahr war die „Herbstsause“ wieder mit zahlreichen spannenden Angeboten gespickt. Dazu gehörte auch eine Aktion auf dem Gärtnerhof Entrup 119. Mädchen und Jungen hatte dort die Gelegenheit, den Melkstand für Schafe zu besichtigen oder einen Blick in die Käserei zu werfen. Außerdem konnten sie selbst ernten – auf einem Acker durften sie Möhren ziehen und mit nach Hause nehmen.

-ter-

Zuerst musst das Beikraut auf dem Acker entfernt werden. Dann konnten die Kinder die Möhren ernten und mit nach Hause nehmen. Foto: ter

Erste ganz wichtige Handlung auf dem Hof Entrup 119 – alle Kinder ziehen Gummistiefel an. Spätestens beim Gang zum Gemüseacker über die matschige Schafswiese wissen auch alle warum. Die Schafe haben mit ihren Hufen einen richtig schönen Matschweg getreten.

Schafe

Elf Kinder hatten sich für den Mitmachtag bei der Gärtnerinitiative im Rahmen der „Herbstsause“ angemeldet. Luca Michelsen und Tim Hubert starteten zunächst mit einer Hofführung. Die meisten der kleinen Teilnehmer waren zum ersten Mal auf dem Bauernhof. Etwa 20 der Hofschafe hatten es sich noch im Stall gemütlich gemacht und kauten, als hätten sie einen Kaugummiladen gestürmt. „Was machen die denn da?“, fragte Luca. „Die wiederkäuen“, wusste doch tatsächlich ein Junge. Er konnte auch erklären, was das ist. Nicht alle Kinder fanden es toll, als von Futter wieder hochwürgen und noch einmal durchkauen die Rede war. „Bäh!“

Wie viel Liter Milch gibt eigentlich so ein Schaf am Tag? „Momentan ist es ein Liter“, erzählte Tim. Wenn die Lämmer da sind, ist es natürlich mehr. Ein Blick in den Melkstand zeigt, wo die Milch jeden Tag abgezapft wird. Später schauten die Kinder auch noch durch das Fenster der Käserei. Frischkäse, Yoghurt, verschiedene Käsesorten werden hier hergestellt und dann im Hofladen verkauft.

Frischkäse

Am Gemüseacker liegen Egge und Pflug, die von den Pferden gezogen werden. „Warum ist es denn wohl besser, wenn statt Trecker die Pferde hier arbeiten?“, wollen Tim und Luca wissen. Nachdem sich die Kinder klar gemacht haben, wie groß und schwer ein Traktor ist, kommen sie ganz schnell darauf, dass die Pferde mit ihren Hufen den Boden nicht so stark verdichten. Auch wenn das größte Zugpferd im Stall fast eine Tonne wiegt, so viel wie ein kleines Auto.

Und was da alles auf dem Acker wächst, ist beim Nachwuchs erstaunlich gut bekannt. Marcel kennt sich besonders gut aus und probiert auch sofort eine der Lauchzwiebeln. Möhren, Paprika, Fenchel wachsen da und in den Gewächshäusern die letzten Tomaten, Dill und Auberginen. Da merkt man, wo die Eltern häufig frisches Gemüse einkaufen und damit kochen.

Dill

Aber schließlich heißt die Aktion ja „Mitmachtag“. „Wollt ihr jetzt was tun?“, fragt Tim. Ein stimmgewaltiges „Ja!!“ schallt ihm entgegen. In zwei Gruppen geht es zum Frühlingszwiebeln- und Möhrenziehen. Bei den Möhren ergibt sich ein richtiges Suchspiel. Die Reihen sind nämlich mit Franzosenkraut zugewuchert. „Es war so viel zu tun auf dem Hof, dass wir es nicht geschafft haben, alles Beikraut zu entfernen“, erklärt Luca. Also rupfen die Kinder mit Begeisterung das Franzosenkraut aus und ziehen dann Möhren aus der Erde. Ein bisschen klein sind die meisten, aber egal. „Nachher werden wir die noch putzen und säubern, und dann dürft ihr die mit nach Hause nehmen“, so Luca. Gleiches gilt für die Gruppe mit den Lauchzwiebeln.

Ein sehr spannender Vormittag in den Herbstferien.

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