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„Das Mädchen im Moor“ feierte auf YouTube Premiere

Zwischen Realität und Fiktion

Altenberge

Gelungene Premiere: Auf YouTube ist nun der Film „Das Mädchen im Moor“ zu sehen.

Rainer Nix

Der Film „Das Mädchen im Moor“ feiert auf YouTube Premiere. Foto: nix

Das Jubiläumsjahr „20 Jahre Hexenbesen – Kinderkulturreihe im Heimatverein Altenberge“ hat am vergangenen Wochenende einen guten Abschluss gefunden. Darüber freute sich Susanne Opp Scholzen, Leiterin der Jugendkreativwerkstatt, ganz besonders. Auf YouTube feierte der Film „Das Mädchen im Moor“ Premiere.

Der Knabe im Moor

Steffi, ihre Schwester Meike, Lisa und Mecki sind die Hauptfiguren des Films, der auf einem vor mehr als zehn Jahren von Autor und Filmemacher Klaus Uhlenbrock gemeinsam mit Jugendlichen entwickelten Hörspiel basiert. Zur Story, die Uhlenbrock während der Herbstferien gemeinsam mit neun jungen Menschen in Szene setzte: Jugendliche proben für einen „Droste-Hülshoff-Theatertag“ in der Kulturwerkstatt. Richtig spannend wird es, als Meike einen Glasflakon findet, in dem die Urgeschichte des wohl berühmtesten Droste-Gedichtes „Der Knabe im Moor“ steckt.

Plettendorf

Die Schilderung stammt aus der Feder von Amme Katharina Plettendorf. Ist das bereits Fiktion, so entspricht doch der Wahrheit, dass die Amme der späteren Poetin auf Haus Hülshoff einst viele Geschichten erzählte, die sich später in der Poesie der Dichterin wiederfanden. Das Haus, in dem Plettendorf wohnte, ist im Hügeldorf noch heute zu finden.

Sumpf

Das Bemerkenswerte an ihrer Prosaschilderung des Moorknaben ist, dass dieser eine Schwester hatte, die spurlos in den Sümpfen verschwand. Diesen Teil unterschlug die Droste offenbar in ihrem legendären Poem. Als den Jugendlichen seltsame Schatten im Eiskeller begegnen, wird’s leicht gruselig. Natürlich wollen sie dem Phänomen unbedingt auf den Grund gehen.

Der Corona-Situation geschuldet waren die Dreharbeiten „nicht immer einfach“, sagt Drehbuchautor, Regisseur und Kameramann Uhlenbrock. Drehorte waren die Kulturwerkstatt und diverse Außenbereiche in der Nähe. Abstands- und Desinfektionsregeln wurden eingehalten. „Die Akteure waren mit Begeisterung bei der Sache, es hat wirklich Spaß gemacht“, betont der Regisseur.

Jugendkreativwerkstatt

Er findet es gut, dass dieses Hörspiel sozusagen eins-zu-eins in einen Film umgesetzt werden konnte. Er ist eine Produktion der Kulturwerkstatt Altenberge, Jugendkreativwerkstatt, im Rahmen des „Hexenbesen“, Kinderkulturreihe im Heimatverein Altenberge.

  • Produzentin: Susanne Opp Scholzen, Darsteller: Helen Hersping, Eliana Sohrabi, Helen Hueslage, Rebecca Rövekamp, Jona Müllenbeck, Anna Stecher, Sara Mormann, Daniela Post, Maja Jankowski und Susanne Opp Scholzen. Wer auf YouTube „Klaus Uhlenbrock“ eingibt, findet den Film oben auf der Liste.
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