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Künstler Stefan Rosendahl arbeitet mit Hochdruck an neuer Begegnungsstätte im Aatal

Ateliersarbeit und Kurse ab Herbst

Greven

Der Künstler Stefan Rosendahl ist nicht nur bekannt für seine überproportionalen Hände, Beine oder Hinterteile im Fokus der „Einzigartigkeit des menschlichen Körpers“, er kann auch Hausumbau. Er baut die Gaststätte „Zum Aatal“ zum Kulturtreffpunkt um. Der Start verzögert sich indes bis zum April 2022 – durch Überraschungen beim Umbau und durch die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie. Als Künstler will Rosendahl auf jeden Fall ab September wieder durchstarten.

Von Peter Sauer

Stefan Rosendahl kann auch mit seinen Sandsteinen im Aatal im Einklang mit der Natur arbeiten. Foto: Peter Sauer

Seit über drei Jahren erinnert sich Stefan Rosendahl wieder an seine Anfänge als Steinmetz – im ganz praktischen Sinne. Der Bildhauer und Grafiker hat die ehemalige Gaststätte „Zum Aatal“ gekauft, um hier nicht nur seinen neuen Lebensort zu finden (Wohnung in der oberen Etage ist bereits fertig), sondern neben fast fertigen Künstlerateliers (in der ehemaligen Kegelbahn) und öffentlichen Kursräumen (drinnen wie draußen) ein Kulturcafé mit Bühne für Ausstellungen, Lesungen einzurichten, kurzum einen neuen Begegnungsort.

Stefan Rosendahl und sein Team haben noch jede Menge Arbeit vor sich Foto: Peter Sauer

Doch das weitläufige Gebäude von 1905 steckt – trotz intensiven Planungen – voller bautechnischer Überraschungen, nicht nur bei der Statik. „Es ist aber die Corona-Pandemie, die alles deutlich verzögert, einfach diese große Ungewissheit, als Organisator, Geldgeber wie als Künstler selbst“, sagt Stefan Rosendahl, während er im satten Grün des üppigen Außengeländes die Sandsteine für seinen nächsten Kunstkurs vorbereitet und an neuen Ideen tüftelt.

Kunstnachwuchs wird von Rosendahl angelernt

Gerade hat er erfolgreiche Ferien-Workshops mit Kindern in der Jugendkreativwerkstatt in der Kulturwerkstatt Altenberge e.V sowie in der „Kulturhauptstadt Greven“ in der Karderie im Kulturzentrum GBS hinter sich: „Die jungen Leute machen so toll mit, interessieren sich sehr dafür, Kunstobjekte mit den eigenen Händen zu gestalten, die wollen sich persönlich richtig intensiv ausdrücken“, freut sich Rosendahl, der bald auch bei sich im Aatal wieder Steinhauer-Kurse für Erwachsene anbietet. „Für September plane ich das, ebenso eine erste Teileröffnung – sofern Corona mitspielt.“

Stefan Rosendahl bringt in seinen Kursen auch Kindern die Bildhauer-Kunst näher, wie zum Beispiel vor ein paar Tagen in der Jugendkreativwerkstatt in der Kulturwerkstatt Altenberge e.V. Foto: Susanne Opp Scholzen

Im Herbst wird Stefan Rosendahl – nach drei Jahren Pause als Bauleiter Aatal – auch wieder eigene bildhauerische und skulpturale Werke erschaffen, die in der Galerie Pamme-Vogelsang in Köln ausgestellt werden sollen. „Die Galerie schickt sogar ein Filmteam für die Ausstellungspräsentation in den Sozialen Medien ins Aatal, um mich bei der Arbeit zu beobachten“, freut sich Rosendahl.

Noch viel Arbeit vor der Brust

Aber bis dahin wird noch ordentlich in die Hände gespuckt, Elektronik verlegt, gestrichen und geräumt. Im ehemaligen Tanzsaal entsteht sein Atelier, im ehemaligen Restaurant das von ihm und seiner Frau konzipierte Kulturcafé.

Neue Tische und Stühle sind schon da und bewährte technische Geräte aus der jüngst in Münster geschlossenen Kultgaststätte „Kristall“.

Dennoch rechnet Stefan Rosendahl damit, erst im April 2022 die Kultur-Gaststätte öffnen zu können: „Obwohl schon viele Passanten danach fragen, es gibt noch jede Menge zu tun und Geld in die Hand zu nehmen.“

Wer Rosendahl kennt, weiß, was er sich vornimmt, das klappt auch, denn halbe Sachen sind nicht sein Ding Durch die Corona-Pandemie dauert es nun halt etwas länger. Aber gut Ding will Weile haben, heißt es ja so schön.

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