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Schockanruf und WhatsApp-Masche

Betrüger ergaunern fünfstelligen Geldbetrag

Kreis Steinfurt

Gleich von mehreren neuen Betrugsfällen im Kreis Steinfurt berichtet die Polizei. Die Täter erbeuteten vier- bis fünfstellige Summen. Eine Geldübergabe führten Betrüger auf dem Parkplatz  eines Gerichts durch.

Die Polizei rät, den Kontakt bei dubiosen Geschichten und Geldforderungen direkt abzubrechen. Foto: dpa

Erneut ist es laut Mitteilung der Polizei im Kreis Steinfurt zu Schockanrufen und WhatsApp-Betrugsmaschen gekommen.

In einem Fall gelang es den Betrügern sogar, einen fünfstelligen Betrag zu erbeuten: Am Freitagnachmittag (30.9.) meldete sich eine Unbekannte telefonisch bei einem Ehepaar in Rheine. Die Anruferin gab sich als Tochter des Ehepaares aus. Sie berichtete, dass sie einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei.

Das weitere Gespräch übernahm daraufhin ein angeblicher Polizeibeamter. Er teilte mit, dass die "Tochter" nur bei Zahlung einer Kaution in fünfstelliger Höhe aus dem Polizeigewahrsam entlassen werden könne. Mit geschickter und manipulativer Gesprächsführung überzeugte er das Ehepaar, den Betrag zu zahlen.

Geldübergabe vor dem Amtsgericht Rheine

Nachdem das Paar (70 und 67 Jahre) bei einer Bank den geforderten Betrag abgehoben hatte - ständig in telefonischem Kontakt zu den Betrügern - kam es auf dem Mitarbeiterparkplatz des Amtsgerichts Rheine zur Geldübergabe an eine Frau.

Die Frau wird wie folgt beschrieben: ca. 30 bis 35 Jahre alt, schlanke Statue, dunkle schulterlange und zum Zopf gebundene Haare, Kopftuch, dunkle Hose, Jacke mit Landeswappen NRW.

Nach der Geldübergabe entfernte sich die Frau zu Fuß Richtung Salzberger Straße und verschwand in unbekannter Richtung. Im Anschluss teilte der Betrüger noch telefonisch mit, dass die Übergabe geklappt habe und die Tochter aus dem Gewahrsam entlassen worden sei.

Erst danach nahmen die Eltern Kontakt zur echten Tochter auf - und der Betrug flog auf.

Betrugsfälle mit WhatsApp-Masche

In weiteren Fällen am vergangenen Wochenende waren Betrüger mit der sogenannten WhatsApp-Masche erfolgreich: Die Unbekannten nahmen per WhatsApp Kontakt zu den Geschädigten auf und gaben sich als Angehörige aus. Im Chatverlauf baten sie um Geld - in drei Fällen kam es zu Überweisungen in vierstelliger Höhe an die Betrüger.

Hinweise der Polizei

Die Polizei warnt eindringlich vor den Betrugsmaschen und rät zu einer grundsätzlich zunächst misstrauischen Einschätzung, wenn mögliche Betrugsopfer von Unbekannten kontaktiert werden - insbesondere wenn es zu Geldforderungen kommt.

Telefonisch oder per Whats App kontaktierte Personen sollen sich nicht unter Druck setzen lassen und keinesfalls auf Forderungen eingehen: Im Zweifel soll das Gespräch oder der Kontakt abgebrochen werden. Die Polizei mahnt, keine persönliche Informationen preiszugeben - weder zum Vermögen noch zu persönlichen Verhältnisse. Opfer eines Betrugs sollten Anzeige bei der Polizei erstatten.

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