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32. Burgsteinfurter Marktschreiertage vom 8. bis 10. April

Die Schreihälse kehren zurück

Burgsteinfurt

Mehr als zwei Jahre hat Corona ihnen den Mund verboten, einige sogar in große Existenznöte getrieben. Jetzt sind sie wieder auf Achse und dürfen die Klappe wieder aufreißen. Die Marktschreier kehren zurück nach Burgsteinfurt.

Von Dirk Drunkenmölleund

Wurst-Achim hat Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer vor fünf Jahren zum ersten Mal bei den Marktschreiertagen gezeigt, wie man Salami und Schinken lautstark an den Mann bringt. Vom 8. bis 10. April kehrt die Truppe der Sonderverkäufer nach zweijähriger Unterbrechung zurück in die Kreisstadt. Foto: Drunkenmölle

Mehr als zwei Jahre hat Corona ihnen den Mund verboten, einige sogar in große Existenznöte getrieben. Jetzt sind sie wieder auf Achse und dürfen die Klappe wieder aufreißen. Die Marktschreier kehren zurück nach Burgsteinfurt. Die Gilde der Spezial- und Sonderverkäufer ist vom 8. bis 10. April (Freitag bis Sonntag) in der Innenstadt zu Gast – zum 32. Mal. „Wir freuen uns auf das Wiedersehen. Burgsteinfurt zählt immer noch zu unseren Lieblingsstandorten“, rührt Gilde-Chef Joachim Borgschulze im Vorfeld des ersten richtig großen Events seit langer Zeit ordentlich die Werbetrommeln. Einziger Wermutstropfen: Der Wettbewerb, welcher Marktschreier die originellsten und witzigsten Verkaufssprüche auf Lager hat, fällt flach. Trotz aller Pandemie-Lockerungen dürfen die Schreihälse in diesem Punkt nur mit angezogener Handbremse ihre Waren an den Mann bringen.

Fest steht aber: Der Publikumsliebling und Star der Truppe, Wurst-Achim, ist auf jeden Fall mit von der Partie. Neben ihm bauen sich auf dem Wilhelmsplatz einige neue Gesichter in den Reihen der mittlerweile seit 52 Jahren bestehenden Gilde mit ihren Verkaufswagen auf, darunter mit Aal-Hinnerk ein Original vom Hamburger Fischmarkt mit jeder Menge Räucherfisch, Nudel-Kiri mit einem randvoll mit italienischen Teigwaren bepackten Lkw, Milka-Maxx mit süßen Osternaschereien und Käse-Maik mit einer riesen Auswahl an Milchprodukten.

Wie immer gibt es zum Auftakt am Freitag um 11 Uhr ein „Original Marktschreier Frühstück“ mit Wurst und Fisch sowie Freibier für die ersten Marktbesucher. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, die bereits 2012 von Wurst-Achim eine Lehrstunde im Marktschreien erhalten hat, wird kommen und die Gilde mit Vertretern der Burgsteinfurter Werbegemeinschaft begrüßen. Der Verkauf findet am Freitag und Samstag ab 10 Uhr, am Sonntag ab 11 Uhr statt. Die Stände sowohl auf dem Wilhelmsplatz als auch auf der Steinstraße sind an allen drei Tagen durchgehend bis 18 Uhr geöffnet. Zugleich ist verkaufsoffener Sonntag der Werbegemeinschaft, der erste in diesem Jahr, an dem sich der Einzelhandel wieder zu verlängerten Öffnungszeiten präsentieren kann.

„Die Truppe brennt darauf, dass es endlich wieder richtig losgeht“, beschreibt Joachim Borgschulze die Stimmung im Team. Die vergangenen zwei Jahre seien verdammt schwer gewesen, einige Mitglieder hätten sich hoch verschulden müssen, um die Zwangspause zu überstehen. Steigende Energiekosten und erschwerte Warenbeschaffung würden den Neustart zwar erschweren, Zuversicht und Motivation seien aber groß, wieder zurück auf die Tour und ins Geschäft zu kommen. Borgschulze setzt dabei unter anderem auch auf das Steinfurter Publikum. „Darunter sind viele Stammkunden, die uns viele Jahre die Treue gehalten haben.“

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