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Helfer aus Greven in Katastrophengebieten pausenlos im Einsatz

Einsatzkräfte gehen teils über ihre Belastungsgrenzen

Greven

Sie sind die Helden der Flut-Katastrophe, die den Westen Deutschlands erfasst hat. Die unzähligen Einsatzkräfte, die bis zur Erschöpfung arbeiten, um den Menschen in diesen schlimmen Tagen zu helfen. Darunter einige auch aus Greven.

Von Peter Sauer

Feuerwehrkräfte aus Greven sind im Katastrophengebiet im Einsatz und werden koordiniert. Foto: Feuerwehr Greven

In den Starkregen-. und Hochwasser-Katatrophengebieten sind auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Greven im Einsatz, um Menschen zu retten und Schaden zu minimieren. Nach Angaben des Kreises Steinfurt ist das Technische Hilfswerk Greven mit zehn Personen in Wuppertal vor Ort.

Hilfe seit Mittwoch

Die Feuerwehr Greven ist nach eigenen Angaben seit Mittwoch im südlichen Teil Nordrhein Westfalens im Hochwassereinsatz. Im ersten Zuge wurde im Rahmen der vorgeplanten überörtlichen Hilfe am Mittwochabend der vierte Zug der Einsatzbereitschaft des Kreises Steinfurt alarmiert.

Daraufhin machten sich vier Kameraden der Feuerwehr Greven, zusammen mit weiteren Einheiten des Kreises, mit dem Einsatzleitwagen auf den Weg nach Hilden (Kreis Mettmann). Dort wurden zahlreiche Keller und Tiefgaragen leergepumpt und von mehreren Millionen Liter Wasser befreit.

Am Donnerstag wurden weitere Einheiten der Feuerwehr Greven alarmiert. In Eschweiler (Städteregion Aachen) drohte ein Krankenhaus von den Fluten eingekesselt zu werden, so dass eine vorsorgliche Evakuierung eingeleitet wurde. Im Rahmen des sogenannten Behandlungsplatz 50, der zur Versorgung von bis zu 50 verletzten Personen dient, machten sich die nächsten acht Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen auf den Weg. Mit dabei auch ein Abrollbehälter-Container. Der verfügt über eine umfangreiche technische und medizinische Beladung.

Auch eigentlich dienstfreie Blauröcke im Einsatz

Ebenfalls wurden sämtliche dienstfreie rettungsdienstliche Einsatzkräfte alarmiert, um die Betreuung der Verletzten und Erkrankten sicherzustellen.

„Vor Ort bieten sich den eingesetzten Rettungskräften dramatische Bilder“, berichtet Michael Koordt, Chef der Grevener Rettungs- und Feuerwache. „Die eingesetzten Einsatzkräfte gehen teils über die Belastungsgrenze hinaus und werden spätestens nach 24 Stunden durch frisches Einsatzpersonal abgelöst.“

Das bedeutet für die Feuerwehr Greven,, dass jeweils nach 24 Stunden die nächsten Einsatzkräfte von Greven zum Schadensort transportiert und die bislang im Einsatz befindlichen Kameraden vor Ort abgeholt werden.

Große Herausforderung

„Natürlich stellt der Einsatz eine große Herausforderung an die Einsatzkräfte dar“ so Michael Koordt weiter. „Dennoch melden sich die eigenen Feuerwehrkameraden freiwillig für den Einsatz und das spiegelt die klare Einsatzbereitschaft wieder. Man kann auf die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Greven stolz sein!“

Bislang waren insgesamt 26 Einsatzkräfte im Einsatz. Stand Freitagnachmittag ist davon auszugehen, dass Einheiten der Feuerwehr Greven noch mindestens bis Sonntag vor Ort in den Katastrophengebieten sein werden, um zu helfen.

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