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Inhaltliche und methodische Änderungen machen Studium planbarer und flexibler

FH in Steinfurt reformiert das Chemieingenieurwesen

Steinfurt

Die Fachhochschule in Steinfurt hat ihren Studiumgang Chemieingenieurwesen reformiert. Studierende sollen nun noch flexibler sich Wahlmodule und somit einen eigenen thematischen Schwerpunkt aussuchen können. Der Studiengang ist für die Zukunft immens wichtig, glauben die Verantwortlichen.

Foto: FH Münster/Marina Oster

Chemie-Ingenieure und Ingenieurinnen leisten einen wichtigen Beitrag zu den wichtigen Themen der Gegenwart. Sie entwickeln Verfahren und Prozesse, mit denen nachhaltigeres Wirtschaften gelingen kann, da sie fundierte chemische Kenntnisse mit moderner Verfahrenstechnik verbinden, schreibt die Fachhochschule. Sie hat deshalb den Bachelorstudiengang Chemieingenieurwesen in Steinfurt reformiert, um die Ausbildung der Studierenden noch besser an die zukünftigen Herausforderungen und den sich wandelnden Arbeitsmarkt anzupassen.

„Unser Ziel war es, das Kernangebot im Bachelor inhaltlich und methodisch zu modernisieren, um unsere Studierenden auf die bereits heute absehbaren Entwicklungen und Veränderungen im Chemieingenieurwesen vorzubereiten“, erläutert Prof. Dr. Michael Bredol. Er war maßgeblich an der Entwicklung der neuen Studienordnung beteiligt. „Wir möchten dabei einerseits weiterhin die Sicherheit eines gut planbaren Studiums bieten, vor allem durch eine enge Bindung zwischen Lehrenden und Studierenden. Andererseits reagieren wir gleichzeitig auf den deutlich erkennbaren Wunsch der Studierenden, das Studium flexibler und freier gestalten zu können.“

Individuelle Schwerpunkte setzen

Bisher konnten sich Studierende nach dem Grundstudium im vierten Semester lediglich für eine von zwei Vertiefungsrichtungen entscheiden. Ab dem Wintersemester, das am 1. September beginnt, wird nach dem einheitlichen dreisemestrigen Grundstudium ein System von Wahlmodulen angeboten, das individuelle Schwerpunktsetzungen erlaubt.

Inhaltlich umfasst der Wahlkatalog neben den üblichen Themen aus Verfahrenstechnik, Materialwissenschaft, Naturstoffchemie und Analytik auch Gebiete wie Data Science, Nachhaltigkeit oder Wissenschaftskommunikation. Zudem können Studierende in dieser Phase bei Eignung und Interesse ihre Kompetenzen auch in Projektmodulen sammeln – dadurch lassen sich externe Akteure aus Industrie und Wissenschaft oder auch ein Auslandsaufenthalt einbinden, erklärt die FH.

Auf Megatrends reagieren

„Unsere Absolventinnen und Absolventen sind nach dem Studium in der Lage, neue Materialien und Produktionstechniken zu entwickeln, um auf die Megatrends wie Ressourcenknappheit oder globale Verantwortung angemessen zu reagieren und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft voranzutreiben“, fasst Bredol zusammen.

Interessierte können sich ab sofort bis zum 15. August für den Studiengang einschreiben.

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