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Nächtliche Explosion

Geldautomat in Altenberge wurde gesprengt 

Altenberge

Durchschnittlich wird zur Zeit an jedem Tag mindestens ein Geldautomat in Deutschland gesprengt. Letzte Nacht hat es wieder den Kreis Steinfurt getroffen - eine Bankfiliale der Volksbank in Altenberge.

Von Michel Fritzemeier und Martin Schildwächter

Der Tatort in Altenberge. Foto: Michel Fritzemeier

Durch die Sprengung eines Geldautomaten wurde in der Nacht zu Montag der Eingangsbereich der Volksbankfiliale an der Borghorster Straße verwüstet. Die Tat ereignete sich gegen 2.45 Uhr. Verletzt wurde dabei niemand.

„Das Gebäude wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen“, teilt die Polizei mit. Nach der Sprengung lag das Geld verteilt im hinteren Geldautomatenraum, so Lorena Glatz, Mitarbeiterin der Unternehmenskommunikation der Volksbank. Die Angestellten vor Ort haben das Geld mittlerweile eingesammelt. Nun werde überprüft, ob und in welcher Höhe die Täter Geld gestohlen haben, sagte Glatz. In dem Eingangsbereich befinden sich zwei Geldautomaten: Gesprengt wurde nur der Geldausgabe-Automat. Am zweiten kann auch Geld eingezahlt werden, erläuterte Lorena Glatz.

Sprengstoffentschärfer im Einsatz

Den ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hatte ein Zeuge nachts zwei laute Knallgeräusche gehört und gesehen, dass es im Gebäude der Volksbank raucht und brennt. Mehrere dunkel maskierte Männer hielten sich demnach im Gebäude auf. Wenige Minuten später flüchtete ein dunkler, vermutlich hochmotorisierter Pkw in Fahrtrichtung Nordwalde.

Vor Ort wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Es war nicht klar, ob es weitere Sprengsätze gab, die nicht detoniert waren. Aus diesem Grund wurden Sprengstoffentschärfer alarmiert. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern verlief bislang erfolglos.

Die Freiwillige Feuerwehr Altenberge war mit 15 Einsatzkräften vor Ort. „Wir haben sogenannte Amtshilfe geleistet“, so Feuerwehrleiter Guido Roters. Dabei kam ein Gasspürgerät zum Einsatz, um herauszufinden, ob durch die Detonation möglicherweise eine Gasleitung beschädigt wurde. „Das war allerdings nicht der Fall“, sagte Roters. Die Feuerwehrleute leuchteten dann bis in den frühen Morgen die Einsatzstelle aus – um 6 Uhr kehrten sie wieder zum Gerätehaus zurück.

Filiale vorerst geschlossen

Zeugen gesucht

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern verlief bislang negativ, teilte die Polizei um 9.45 Uhr mit. Experten sind vor Ort damit befasst, den Tatort nach Spuren absuchen. Ob es den Tätern gelungen ist, den Automaten zu öffnen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Zeugen die Hinweise zu den flüchtigen Tätern geben können, werden bebeten, sich bei der Polizei in Greven unter der Rufnummer 02571/9284455 zu melden.

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