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Reckenfelder Musiker Roger Meads reicht Spende weiter

1000 Euro für die Flutopfer

Reckenfeld

Roger Meads hat, obwohl sein Benefizkonzert ausfiel, eine üppige Spende erhalten, die er nun weiterreichte. Sie soll Flutopfern im Ahrtal beim Wiederaufbau helfen.

Von Oliver Hengst

Bad Neuenahr-Ahrweiler ist von der Hochwasserkatastrophe stark betroffen. Die Aufbauarbeiten werden noch lange dauern, weitere Unterstützung ist dabei sicher willkommen. Foto: Gunnar A. Pier

Schon zum zweiten Mal musste Roger Meads sein traditionelles Neujahrskonzert ausfallen lassen. Schade für den Musiker, schade für den Spendensammler. Denn das Benefizkonzert spülte immer auch Geld für den guten Zweck in die Kasse.

Nachdem eine Unterstützerin davon gelesen hatte, beschloss sie spontan, auch ohne Konzert zu spenden. Sie stellte auf einen Schlag satte 1000 Euro zur Verfügung. „Sie ist jedes Jahr gern zum Konzert gekommen“, sagt Manuela ­  Me­ads über die Spenderin.

Dieses Geld leiten Manuela und Roger Meads weiter, um Flutopfer im Ahrtal zu unterstützen. Besser gesagt: Sie haben es schon weitergeleitet, per Überweisung an den Bürgermeister der stark von der Flut betroffenen Gemeinde Bad Neuenahr-Ahrweiler. Inzwischen müsste das Geld bereits auf dem Konto der Stadt eingetroffen sein.

„Wegen Corona ist das Neujahrskonzert jetzt schon zwei mal ausgefallen“, berichtete Roger Meads am Montag Bürgermeister Dietrich Aden, dem er von der Verwendung auch deshalb erzählte, damit für alle nachvollziehbar ist, was mit dem Geld geschieht. Dafür hatten Manuela und Roger Meads eigens Kontoauszüge mitgebracht. „Wir sind glücklich, dass wir damit andere glücklich machen können. Das machen wir immer gern: helfen, wo wir können“, sagt das Meads-Ehepaar unisono. Ahrweiler sei, nachdem es lange medial sehr präsent gewesen sei, zuletzt „wieder etwas vergessen worden“. Insofern sei es wichtig, weiter zu helfen.

Das kann auch Bürgermeister Dietrich Aden bestätigen, der sich 2021 in Bad Münstereifel anlässlich eines Termines des Städte- und Gemeindebundes einen Eindruck von den Flutschäden verschaffen konnte. „Das kann man sich wirklich nicht vorstellen. Die Innenstadt war eine einzige, riesige Baustelle.“ Gleichzeitig sei aber auch offensichtlich gewesen, wie groß die Hilfsbereitschaft und auch die Dankbarkeit der Betroffenen war und ist. Überall habe man Schilder gesehen. „Danke für die Unterstützung“. Der Zusammenhalt trage die Flutopfer in diesen schweren Zeiten. „Viele haben mitgelitten“, sagt Aden. Sicher sei in der Region noch sehr lange weitere Unterstützung nötig. Daher dankte er Manuela und Roger Meads: „Toll, dass Sie die Summe zur Verfügung stellen.“

Der Musiker, derzeit fast ohne Auftritte, hat die große Hoffnung, dass er im September anlässlich seines dann anstehenden 70. Geburtstages eine Gala-Show mit vielen musikalischen Gästen im Ballenlager veranstalten kann. „Wenn alles gut geht“, sagt er zu den aktuellen Umständen, die konkretes Planen noch nicht zulassen. Und noch etwas weiter in die Zukunft geschaut: Neujahr 2023. „Das ist das Ziel“, sagt Roger Meads“, dann wider ein Neujahrskonzert zu machen.“

Roger und Manuela Meads bei Dietrich Aden Foto: Oliver Hengst
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