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Förderprogramm für mehr Angebote in Schulen und Freizeiten

181. 000 Euro fließen nach Greven

Greven

Für die Kinder- und Jugendarbeit stellen Bund und Land zusätzliche Mittel zur Verfügung. Damit sollen zusätzliche Angebote geschaffen werden.

Von Luca Pals

Junge Menschen bekommen die Auswirkungen der Pandemie in der Schule, aber auch jenseits davon, zu spüren. Foto: dpa

Über Politik kann man sich mitunter beschweren. Georg Dodt, Leiter der städtischen Jugendarbeit, möchte das an diesem Abend aber gar nicht: „Für unsere Zwecke wurde wirklich sehr viel Geld lockergemacht.“ Die finanzielle Seite ist die eine, die andere, das sind die Träger, die unterstützen: „Da bekommen wir auch wirklich sehr viel Unterstützung. Allen liegt das Thema am Herzen“, stellte Dodt am Donnerstagabend im Jugendhilfeausschuss fest. Konkret geht es um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kinder- und Jugendarbeit, welche Maßnahmen erforderlich sind. Und wie Defizite kompensiert werden können.

Insgesamt stellen Bund und Land NRW in den Haushaltsjahren 2021 und 2022 93 Millionen Euro für Kreise und Kommunen mit eigenem Jugendamt zur Verfügung. Für Greven beläuft sich die Förderung in diesem Jahr auf etwa 60. 630 Euro, im kommenden Jahr werden 121 .261 Euro überwiesen. Die Gesamtförderung beläuft sich demnach auf über 181. 000 Euro. Laut Dodt basiert die Förderung auf zwei Säulen. Erstens werden zusätzliche Angebote in der Schulsozialarbeit ermöglicht. Zweitens soll mit dem Geld die außerschulische Jugendarbeit sowie Kinder- und Jugendfreizeiten gefördert werden. So soll verhindert werden, dass Kinder und Jugendliche zu Verlierern der Pandemie werden. Vielfach seien Befürchtungen herangetragen worden, Kinder und Jugendliche würden nach möglichen Lockerungen die Gewohnheiten aus der Pandemie übernommen haben und nur noch selten das Haus verlassen wollen.

Dodt kann diesen Befürchtungen schon jetzt widersprechen: „Die Jugendlichen waren in den Sommerferien an vielen öffentlichen Orten in der Stadt, das ist uns sehr aufgefallen.“ Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass „erhöhtes Risiko- und auffälliges Verhalten“ vermehrt auftrete. In erster Linie will Dodt dies aber nicht als pessimistisches Zeichen betrachtet wissen. Er redet von „normalen Grenzüberschreitungen“: „Und dabei wollen wir weiter unterstützen, zum Beispiel durch die Schaffung neuer Cliquenangebote.“

Mehrere Angebote, die im Sommer ausprobiert worden waren, seien sehr gut angenommen worden, unter anderem der mobile Jugendtreff, der gezielt zweimal die Woche mit attraktiven Angeboten und Fachpersonal gut frequentierte Orte mit Fachpersonal ansteuere. Außerdem stellte Dodt die Zusammenarbeit des Hansaviertels mit dem Caritasverband in den Vordergrund: „Sie konnten schnell mit einer Gruppe mit speziellem Verhalten Kontakt knüpfen und schon erste konkrete Cliquenangebote machen.“

Mit den zusätzlichen Mitteln von Bund und Land soll sowohl personell als auch programmatisch weiter auf die Bedürfnisse von Jugendlichen und Kindern reagiert werden – denn da ist sich Dodt sicher: Das wurde zu wenig in der Corona-Pandemie gemacht.

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