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Digitale Nacht der Bibliotheken

Auch für Zauberer keine leichten Zeiten

Greven

Eine Nacht der Bibliotheken als Präsenzveranstaltung - im Moment leider nicht möglich. Also beschritt man landesweit, auch in Greven, digitale Wege.

Luca Pals

Zauberer Jan Gerken Foto: Luca Pals

Die „Nacht der Bibliotheken“ ist eine große Bühne – für Groß und Klein. Und das hat sich auch im Pandemie-Jahr 2021 nicht geändert. Rund 200 Einrichtungen aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein nahmen am Freitagabend an der Veranstaltung teil, die dieses Jahr im Internet stattfand. Mit dabei: die Stadtbibliothek aus Greven. Mit einer Live-Zaubershow und Gesprächspartnern aus Kultur, Politik und Freizeit.

Einen zauberhaften Auftritt erlebten etwa 50 Grevener Kinder bereits am späten Nachmittag, als der Berliner Jan Gerken tief in seine Zauberkiste griff, dort den einen oder anderen Trick rausholte und für Begeisterung und Verblüffung bei allen Beteiligten sorgte. „Das war klasse“, „Wow“ oder „Sehr tolle Tricks“ – Gerken nahm das Lob aus den Kommentar-Spalten mit großer Freude auf. Denn: Auch für Zauberer sind die aktuellen Zeiten nicht einfach. Gerken: „Ich habe aktuell eigentlich gar keine Auftritte. Ich verzichte – anders als andere Kollegen – auf Online-Auftritte, weil mir dann die Interaktion mit dem Publikum einfach fehlt.“

Über einen Link konnten die Kinder in das Meeting mit Gerken eintreten, bei so manchem waren noch die Tipps zur Bedingung der Chat-Funktionen seitens der Eltern zu hören. Und nach dem Auftritt? Die Unsicherheit mancher Erwachsener im Video-Chat ist den Kindern nicht anzumerken, eifrig und engagiert stellen sie dem Zauberer Fragen und treffen sich im Anschluss noch mit ihm in einem Privatgespräch. Ob er dabei auch den einen oder anderen Trick verraten hat?

In seiner Zaubershow verdoppelte er Geldmünzen, zauberte von überall her kleine Bälle aus dem Ärmel und ließ natürlich das berühmte Kaninchen aus dem Zauberhut heraus. Eine Weisheit gilt aber auch hier: „Manchmal sollte man seine Tricks auch nicht verraten, weil dann doch die Verblüffung beim Publikum einfach nicht da ist.“ Sich in die Welt der Zauberer zu begeben, dazu hatte Gerken aber bestimmt den einen oder anderen motiviert: Zahlreiche Bücher rund um das Thema warten in den Regalen der Stadtbibliothek und können ganz einfach über die Homepage ausgeliehen werden.

Weitere Gesprächspartner, die als „lebendige Bücher“ vorgestellt wurden, traten im Laufe des Abends in Erscheinung: Während Dietrich Aden sich als neuer Bürgermeister den Fragen der Grevener stellte, sprach die Autorin Jani Friese über ihre Bücher und Ideen, die sie im Schreibprozess begleiten.

Ulrich Reske entführte seine Gäste derweil in die Weiten der Ostsee. Der frühere Redaktionsleiter dieser Zeitung hatte sich im Sommer des vergangenen Jahres einen persönlichen Traum erfüllt: ein Segeltörn von den Niederlanden durch die Ostsee, vorbei an Dänemark, Schweden und unter anderem Rügen. Reske hatte ein schwedisches Segelschiff mit einer Masthöhe von 16 Metern zugelegt, Baujahr 1980: „Aber top in Schuss.“ Bei drei Monaten durch die einerseits seichten aber auch wilden Gewässern war dies besonders wichtig.

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