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Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Bisherigen Rekord nochmals deutlich übertroffen

Greven

„Es ist das beste Jahr aller Zeiten“, kann Herbert Verlage stolz bilanzieren.

-oh-

Jugendcamp: Junge Menschen aus Russland, Deutschland und Frankreiche pflegen Kriegsgräber der in den Weltkriegen gefallenen Soldaten im niedersächsischen Neuhaus an der Elbe. Foto: dpa

„Dieses Jahr ist es gut gelaufen“, sagt Herbert Verlage. Wobei – gut ist noch dezent untertrieben. „Es ist das beste Jahr aller Zeiten“, kann er stolz bilanzieren. Bei seiner Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat er ein Rekordergebnis erzielt. Das bisherige Spitzenergebnis stammt aus dem vergangenen Jahr und lag bei gut 3000 Euro. In diesem Jahr konnte der ehrenamtliche Sammler noch mal deutlich draufsatteln und landete am Ende bei stolzen 3859 Euro.

Formal ist die vierwöchige Sammlung damit abgeschlossen, Spenden von Nachzüglern nimmt Verlage aber natürlich weiterhin gern entgegen. Wer das bis Ende Dezember erledigt erhält auf Wunsch auch noch eine Spendenquittung, die für dieses Jahr gilt.

Ohne eine solche Quittung kommt offensichtlich ein anonymer Spender aus, der Verlage einen Umschlag in den Briefkasten (Kolpingstraße 22) warf. Darauf dankte der namenlose Unterstützer Verlage für seinen „verdienstvollen Einsatz“ und kündigte an, dass im Umschlag eine „kleine Spende“ zu finden sei. „Maßlos untertrieben“, sagt Verlage, der sich über einen „dicken Schein“ freute.

Diesem und natürlich auch allen weiteren Spendern, die mal kleine, mal größere Beträge zur Verfügung stellten, dankt der frühere Fahrlehrer ganz herzlich für ihre Unterstützung. Anfangs sei die Sammlung „etwas schleppend“ angelaufen, doch nach einer nochmaligen Berichterstattung in dieser Zeitung (Verlage: „Da müsste noch mehr gehen“) habe er schließlich eine erfreulich große Bereitschaft festgestellt, sein Anliegen zu unterstützen.

Sein Anliegen, das ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der ihm einst selbst geholfen hatte, die letzte Ruhestätte seines im Krieg gefallenen Vaters zu finden. Die gesammelten Spenden setzt der Volksbund unter anderem dafür sein, Menschen bei solchen Gesuchen zu helfen. Zudem werden Soldatenfriedhöfe gepflegt, um die Erinnerung an die Schrecken des Krieges wach zu halten. Auch Projekte, die sich der Versöhnung der Völker widmen, werden mit den Spendengeldern finanziert. Gleiches gilt für Jugendcamps und Workshops, die junge Menschen dafür sensibilisieren sollen, sich für eine friedliches Miteinander der Nationen einzusetzen.

Verlage würde sich auch freuen, wenn sich Schulen (oder einzelne Klassen) finden ließen, die am Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge interessiert oder gar bereit sind, die Sammlung aktiv zu unterstützen, wie das zum Beispiel in Saerbeck der Fall ist.

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