SPD-Fraktion trifft Reckenfelder Bürgerverein

Bürgerhaus: Herzstück des Stadtteils

Reckenfeld

Zu einem virtuellen Gedankenaustausch über den Umbau der alten Schule in Reckenfeld zu einem Bürgerhaus traf sich die SPD-Fraktion mit Vertretern und Vertreterinnen des Reckenfelder Bürgervereins, die sich seit langem mit dem Projekt Bürgerhaus beschäftigen.

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Mitglieder der SPD-Fraktion und des ReBüVe vor der alten Schule, die zum Teil zu einem Bürgerhaus umgebaut werden soll. Foto: SPD

Klaus Schwenken, Vorsitzender des ReBüVe, bedankte sich für die Einladung. Er erklärte die Historie des Projektes, das 2010 aus dem Projekt Reckenfeld 2020 entstanden ist. Seit über zehn Jahren arbeite man an einem Bürgerhaus, und sei nun froh, dass es Gestalt annehme. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht das alte Schulgebäude aus dem Jahr 1936. Anhand von mitgebrachten Plänen erklärten er und Jürgen Otto die Überlegungen des Vereins: Die ehemaligen Klassenräume sollen umgebaut werden, so dass sie zum Teil auch flexibel genutzt werden können. „Wir wollen das Bürgerhaus zum Marktplatz hin öffnen“, beschrieb Klaus Schwenken. Deshalb sei eine Terrasse eingeplant, die mit einer Küche und einem Café ergänzt wird. Vorstellbar sei, dass sie auch als Bühne genutzt wird.

Da die ehemalige Hausmeisterwohnung nicht nutzbar ist (fehlende Barrierefreiheit) ist ein Anbau geplant. „Dieser ist auch notwendig, weil man damit rechnet, dass das Bürgerhaus zukünftig von vielen Menschen genutzt wird.“ Eine Bedarfsabfrage liege vor. „Durch die Überplanung der Ortsmitte Reckenfeld wird der Stadtteil weiterwachsen“, so Jürgen Otto, Mitglied der Projektgruppe Bürgerhaus. Außerdem sei der Umbau der alten Schule auch ein Zukunftsprojekt für die ältere Bevölkerung in Reckenfeld, ergänzt Klaus Schwenken. „Jetzt den Neubau, sonst wird das nie etwas“, machte Jürgen Otto die Dringlichkeit deutlich.

Weiterhin ist eine öffentliche Toilette eingeplant. Der Verein geht von einer Nutzfläche von 300 Quadratmeter aus, die zukünftig benötigt werden und rechnet mit Gesamtkosten von etwa 500 000 Euro. Die Verwaltung prüft zur Zeit, ob Fördermöglichkeiten bestehen.

„Sie haben eine lange Zeit mit viel Geduld und Engagement an dem „Projekt Bürgerhaus für Reckenfeld gearbeitet“, zeigte sich Monika Erben stellvertretende Fraktionsvorsitzende beeindruckt. Wo sich denn der ReBüVe sehe, wenn es um das Bauen, das Betreiben und das Konzept des neuen Bürgerhauses gehe? Hier kann sich der ReBüVe gut vorstellen, die bauliche Steuerung zu übernehmen und verwies auf das erfolgreiche SCR-Modell. „Wir können günstiger bauen als die Stadt“, so Klaus Schwenken. Wer wird das Bürgerhaus betreiben? Hier könne man sich vorstellen, in die Organisation des Bürgerhauses einzusteigen.

Allerdings gäbe es letztlich noch keine endgültigen Entscheidungen. „Wir arbeiten eng mit der Verwaltung zusammen und wollen auch eine enge Anbindung an die Politik, die das Projekt letztlich befürworten muss“, so Klaus Schwenken. „Wir sehen ein Bürgerhaus als Herzstück eines Stadtteils, das allen Bürgerinnen und Bürgern offen stehen muss“, erklärte abschließend Monika Erben, „Ich bedanke mich für die ausführlichen Informationen und wünsche mir, dass Fraktion und Bürgerverein weiterhin im Gespräch bleiben.“

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