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Hermes will in den Airportpark 

Der dicke Fisch

Greven

60.000 Quadratmeter, 130 Mitarbeiter,  40 Millionen Euro Investitionen,  100.000 Pakete täglich – mit dem Logistikzentrum für Hermes hat der Airportpark einen ganz dicken Fisch an der Angel. „Alle Ampeln stehen auf grün“, bestätigt Geschäftsführer Udo Schröer die Informationen unserer Zeitung.

Ulrich Reske

Gerade fertiggestellt ist dieses Logistikzentrum im baden-württembergischen Bad Rappenau. Es soll in etwa baugleich auch im Airportpark am Flughafen entstehen. Foto: Thomas Lohnes

„Die Ampeln sind auf Grün gestellt,“ bestätigt Airportpark-Geschäftsführer Udo Schröer die Informationen unserer Zeitung. Danach baut die Immobilienentwicklungsgesellschaft ECE für Hermes Germany ein rund 40 Millionen Euro teures Logistikzentrum im Airportpark.

100.00 Pakete täglich

Hermes ist 100-prozentige Töchter des Otto-Versands, ECE gehört der Familie Otto. Noch sind die Verträge über das rund 60.000 Quadratmeter große Grundstück im östlichen Teil des Airportparks nicht in trocken Tüchern. Doch die Verhandlungen sind offensichtlich weit gediehen.

Am Montag soll der Aufsichtsrat der Airportpark-GmbH informiert werden. Die Gesellschafter – der Kreis Steinfurt, die Städte Münster und Greven – wurden zwischenzeitlich in Kenntnis gesetzt.

ECE entwickelt deutschlandweit derzeit zehn Logistikzentren mit einem Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro. Auch wenn das Zentrum im Airportpark eher zu den kleineren zählt, ist der geplante Umschlag dort gewaltig. Bis zu 100.000 Pakete gehen täglich durch die Rolltore der Halle. Und, den Flughafen wird´s freuen: 20 bis 30 Tonnen sollen via Luftfracht vom FMO abheben.

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Damit könnte der Flughafen sein derzeitiges Frachtaufkommen verdoppeln. Das luftige Frachtgeschäft könnte nach Informationen unserer Zeitung auch auf Kosten des Hermes Luftfracht-Hubs in Leipzig und Frankfurt gehen. Eingeschaltet wird für das Frachtpaketgeschäft ein chinesischer Partner.

Viele neue Arbeitsplätze

Die Entscheidung der Otto-Tochter ECE soll auch deshalb für den Standort am FMO gefallen sein, weil weder in Münster noch in Osnabrück geeignete Grundstücke zur Verfügung standen. Zudem suchte ECE ein flughafennahes Grundstück, aber auch einen Standort, bei dem nächtliche Lärmemissionen keine große Rolle spielen.

„Der Betrieb in einem solchen Zentrum geht schwerpunktmäßig abends, nachts und in den frühen Morgenstunden über die Bühne.“ All dies sei am Standort FMO kein Problem, erklärt ein Logistik-Experte. Im Gewerbegebiet Niedersachsenpark, der ebenfalls zur Diskussion stand, soll es zwar geeignete Grundstücke geben, allerdings fehlt die Flughafennähe.

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100.000 Pakete am Tag lassen sich trotz modernster Technik nicht ohne Menschen verarbeiten. Hermes soll nach Informationen unserer Zeitung am Standort Greven 130 Mitarbeiter beschäftigen, 80 Prozent davon in Vollzeit. Den Gesellschaftern wurde zudem versprochen, dass die Mitarbeiter nach NRW-Tarif bezahlt würden.

Dicke Fische für den Airportpark

Nach Schumacher-Packaging, das in zwei Bauabschnitten auf 150.000 Quadratmetern rund 70 Millionen Euro investieren wird, ist Hermes jetzt der zweite ganz dicke Fisch für den Airportpark.

Um das Hermes-Zentrum, das unmittelbar hinter den FMO-Parkhäusern gebaut werden soll, wie geplant bis 2019 in Betrieb zu bringen, ist wohl auch ein planerischer Kraftakt notwendig, denn noch gibt es für Teile der erforderlichen Fläche kein Baurecht.

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