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„Offene Tür“, „Plattdeutscher Kring“ und viele neue Aktionen

Der Heimatverein startet durch

Greven

Der Heimatverein Greven nimmt beliebte Aktivitäten wieder auf, Ende März geht es los.

Mit der uralten Technik des Einbrennens lassen sich attraktive Kunstwerke gestaltet. Ingrid Edelkötter sen. (rechts) gibt ihr Wissen über traditionelle Techniken gerne weiter. Foto: Heimatverein

Die Bundesregierung lockert nach und nach die Corona-Bestimmungen. Für den Heimatverein Greven Anlass, nach vielen Wochen der Einschränkungen wieder den Blick nach vorne zu richten, beliebte Aktivitäten wieder aufzunehmen und neue ins Auge zu fassen. Sofern die Pandemie-Lage keinen Strich durch die Rechnung macht, geht es damit Ende März wieder los.

Ab dem 30. März ist mittwochs und samstags zwischen 10 und 12 Uhr wieder „Offene Tür“ im Heimathaus in der Alten Post (Alte Münsterstraße). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, bei einer Tasse Kaffee sich über Themen zur Heimatgeschichte auszutauschen, sich über die Arbeit des Heimatvereins zu informieren oder auch Interessantes zur Geschichte der eigenen Familie zu erfahren.

Der Heimatverein verfügt nicht nur über viele Daten und Dokumente; die Fachgruppe „Familienforschung“ hat inzwischen auch viele Möglichkeiten, Interessenten bei der Suche zu unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für die Teilnehmer des „Plattdeutschen Kring“, der zuletzt unter der Leitung von Ludger Hidding und Franz-Josef Holthaus außerordentlich regen Zuspruch fand, gibt es ebenso eine gute Nachricht. Am 31. März, 16 Uhr, geht es in gewohnter Form wieder los.

Heimatverein Greven: "Struwen-Essen" findet wieder statt

Auch das traditionelle „Struwen-Essen“ am Karfreitag soll in diesem Jahr wieder stattfinden. Eingeladen wird dazu ins Deutsche Haus in Reckenfeld. Zu den weiteren, bereits jetzt geplanten Veranstaltungen zählt ein Besuch der Schreinerei Holtmann, zu dem vor allen die Gruppe „Grevener aus aller Welt“ des Heimatvereins aber auch andere Interessierte eingeladen sind.

Am 27. April findet die Hauptversammlung des Heimatvereins statt. Ort und Zeit werden noch bekanntgegeben.

Großer Aktionstag am Sachsenhof

Für Sonntag, 19. Juni, ist der große Aktionstag am Sachsenhof geplant, an dem die Mitglieder der Fachgruppe Sachsenhof an vielen Ständen ihre vielseitigen Aktivitäten präsentieren. Ebenso ist an diesem Tag des Sachsenhof-Zentrum für Besucher geöffnet. Eingeladen wird hier zu Kaffee, Kuchen und Getränken sowie weiteren Angeboten des Heimatvereins.

Neu belebt werden soll die Fachgruppe Archäologie. Als Experte hat Thomas Maron, der große Erfahrung mit Funden und deren Einordnung hat, seine Mitarbeit zugesagt. In enger Zusammenarbeit mit den Archäologen des Landschaftsverbands und anderen Institutionen sollen spannende Fragen zu archäologisch interessanten Orten in und um Greven erörtert werden, Funde zur Präsentation vorbereitet werden sowie historisch interessante Plätze dokumentiert und eingeordnet werden. Zur Mitarbeit sucht der Heimatverein noch interessierte Personen, die bereit sind, das Thema Archäologische Heimatkunde neu auf- und auszubauen.

Unterstützung zur Gestaltung der Bibliothek gesucht

Ebenso sucht der Heimatverein noch Interessierte, die Erfahrung oder großes Interesse an Büchern haben und sich vorstellen können, die Bibliothek des Heimatverein neu zu gestalten, die vielen aus Nachlässen gespendeten Bücher einzuordnen und für die allgemeine Nutzung verfügbar zu machen. Heimatvereins-Vorsitzender Herbert Runde: „Jeder, der Spaß an diesen Dingen hat, ist uns herzlich willkommen.“

Zu den neuen Aktivitäten zählt auch ein Enkaustik-Kursus, den Ingrid Edelkötter im Rahmen des kulturhistorisch-gestalterischen Programms des Heimatvereins anbietet. Mit Enkaustik - vereinfacht ausgedrückt Malen mit dem Bügeleisen - lassen sich schöne Bilder und grafische Darstellungen erzeugen. Die Technik hat eine deutlich längere Tradition als die der Ölmalerei. Sie erlebte ihre Blütezeit in der Kunst der griechisch-römischen Antike. Auch das Wort Enkaustik wird bereits seit mehr als zweieinhalb Jahrtausenden verwendet und leitet sich von dem griechischen Wort „enkauston“ = eingebrannt ab. Erst das wieder aufgeflammte Interesse der frühen Neuzeit an antiker Kunst und antiken Kulturen weckte die Aufmerksamkeit der Künstler für diese lang vergessene Maltechnik. Der Heimatverein unterstützt Aktivitäten, diese und andere Kunstformen wiederzubeleben.

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