1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Der Lückenschluss an der Ems

  8. >

300.000 Kubikmeter Boden werden bewegt

Der Lückenschluss an der Ems

Greven

Am Montag kommen die Bagger. Sie graben die Ems um, bis sie so natürlich ist, wie sie vermutlich nie war.

Luftaufnahme von Baufeld in Greven Foto: BZRED

Die Emsaue wird weiter renaturiert. Im innerstädtischen Bereich startet am kommenden Montag die von der Bezirksregierung Münster beauftragte Baufirma Eggers Umwelttechnik GmbH aus Ibbenbüren mit den Bauarbeiten zur Renaturierung des nächsten Emsabschnittes.

Mit dem Ziel, die ökologische Funktionseinheit von Aue und Fluss im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wiederherzustellen, werden die Ems und ihre Aue, beginnend gegenüber der Mündung der Münsterschen Aa bis zur Fußgängerbrücke am Hallenbad, auf fast einem Kilometer Länge umgestaltet, heißt es in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung.

Auf dem Lageplan sind die geplanten Renaturierungsmaßnahmen an der Ems zu sehen Foto: BZRED

Schwerpunkt der Baumaßnahme ist die Aufweitung der Ems auf eine typische Breite und die Herstellung naturnaher Überflutungshäufigkeiten in der Aue.

Durch flächigen Geländeabtrag – bis zu drei Meter – wird eine sogenannte Sekundäraue mit integrierter Flutrinne geschaffen.

Die Maßnahme stellt den Lückenschluss zwischen den beiden Querbauwerken am Freibad und der Umgestaltung der Ems im Bereich der Nordwalder Straße dar.

Mit Abschluss der ökologischen Verbesserungsmaßnahmen an der Ems und ihrer Aue wird auf fast drei Kilometern Emslauf Retentionsraum für Flora und Fauna aktiviert und die Hochwassersituation für die Stadt Greven verbessert.

Die Fertigstellung der Baumaßnahme erfolgt voraussichtlich im Juli 2023.

Insgesamt werden auf der Baustelle Bodenmassen in der Größe von rund 300 000 Kubikmetern bewegt. Die etwa 640 000 Euro teure Maßnahme wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Startseite
ANZEIGE