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Arbeit im Verborgenen

Ehrenamtler in Greven leisten viel für die Gesellschaft

Greven

Insgesamt wurden neun Personen oder Gruppen für ihr ehrenamtliches Engagement in Greven für den Heimat-Preis 2022 der Stadt Greven vorgeschlagen. Dieser Preis wurde am Montagabend in der Kulturschmiede zum ersten Mal vergeben.

88 ist sie und immer noch Schülerlotsin. Helga Otte (M.) wurde von Bürgermeister Aden geehrt. Foto: Günter Benning

„Dieses Engagement bedeutet Arbeit – und eine Arbeit, die meist im Verborgenen verläuft.“ Bürgermeister Dietrich Aden lobte Montagabend in der Kulturschmiede Grevens Ehrenamtliche.

Stellvertretend für viele andere, erhielten drei von ihnen zum ersten Mal auch einen finanziell attraktiven Preis. Maria und Herbert Runde vom Heimatverein bekamen den mit 2500 Euro ausgestatteten ersten Heimatpreis. Auf dem zweiten Platz wurde die 88-jährige Schülerlotsin Helga Otte ausgezeichnet (1500 Euro). Und die First Responder aus Reckenfeld erhielten für ihre Arbeit 1000 Euro und den 3. Preis. Aber, wie Herbert Runde es sagte: „Eigentlich hätten alle den ersten Preis verdient.“

Laudator Thomas Grünert, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins, der die Arbeit der Runde schon als junger Redakteur dieser Zeitung erleben konnte, zitierte den Sozialpädagogen Hermann Gmeiner: „Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.“

Das gilt für alle neun Vorschläge, über die eine Jury im Vorfeld entscheiden musste. „Diese Vorschläge“, erklärte Beate Tenhaken, Fachbereichsleiterin für Soziales im Rathaus, „hätte ich gar nicht erwartet.“

Sie zeigten nämlich das breite Spektrum ehrenamtlichen Engagements. Das reicht vom Karnevalsverein CCFfL, über das Nachbarschaftsprojekt „Ästhetisches Biotop vor der Haustür“ bis zu einem sehr praktischen Stadtwasserprojekt „Ächterhook“, wo in Schmedehausen mit viel ehrenamtlichen Engagement für zahlreiche Bewohner der Bauerschaft ein Anschluss an das Stadtwassersystem geschaffen wird.

Begonnen hatte die Ehrung, die mit Mitteln des NRW-Heimatministeriums möglich wurde, mit einem Buffett im Ballenlager. Dort waren außer den Geehrten viele weiter Mitglieder der beteiligten Vereine und Initiativen gekommen.

Bürgermeister Dietrich Aden hob die Herausforderung für Stadt und Gesellschaft hervor: „Wir begrüßten hier schon über 1000 notleidende Menschen aus der Ukraine, die in Greven eine neue Heimat suchen.“

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