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Beat-Club-Festival

Die grandiose Glitter-Show

Greven

Cooler Glitter-Rock zum Anfang des Beat-Club-Festivals. Die Musiker rockten, die Zuschauer hätten mehr sein können.

Von Pauline Holtmann

Sweety Glitter and the Sweethearts hatten offenbar einen eigenen Fan-Club in Greven. Foto: Pauline Holtmann

Tanzen, Glitter, Rock‘n‘roll – es war wie ein Neuanfang nach der Corona-Pandemie. Von Freitag bis Sonntag fand das Beat Club Festival in Greven statt, länger als sonst und in ganz neuer Umgebung. Festivalgelände war nicht wie sonst der Grevener Beach, sondern ein riesiges „Zirkuszelt“ der Sparkasse am Deich.

Den Auftakt zum dreitägigen Festival machten am Freitagabend traditionell die Beat Club Allstars, gefolgt von Sweety Glitter and the Sweethearts.

Nach einjähriger Pause eröffneten die Beat Club Allstars im 13. Jahr das Beat Club Festival und begeisterten das Publikum mit Rock-Hits aus den 60er- und 70er Jahren.

Dank 3G (geimpft, genesen oder mit PCR-Test) konnte endlich wieder ausgiebig und ohne Beschränkungen gefeiert und getanzt werden. Daran mussten sich die Zuschauer, überwiegend Ü50, merklich erst wieder gewöhnen.

„Man kenn das gar nicht mehr“

„Man kennt das ja so gar nicht mehr, diese Lautstärke und die Nähe“, kommt es aus dem Publikum. Vielleicht war das ein Grund dafür, dass weitaus weniger Zuschauer gekommen waren als die 1000, die das Zelt der Sparkasse theoretisch fassen könnte.

Unplugged zum Ende

Die anfänglichen Berührungsängste schwanden jedoch schnell, die Beat Club Allstars machten ordentlich Stimmung. Die Energie, die sich in einem Jahr Festival-Abstinenz bei den Zuschauern angesammelt hatte, entlud sich in wildem Tanzen und Mitsingen.

Programm am Sonntag:

Sweety Glitter @ the Sweethearts. Foto: Pauline Holtmann

„Es ist so schön endlich wieder für euch Musik zu machen!“, so Frontfrau Jenny Sünderkamp.

Darüber freuten sich auch die legendären Sweety Glitter and the Sweethearts, die zum zweiten Mal in Greven zu Gast waren und augenscheinlich einen eigenen kleinen Fanclub mitgebracht hatten. Die Band, ehemalige Vorgruppe von „The Who“, steht nach eigenen Worten auf kontrastreiche Musik. So hatten die Musiker von Rock’n’roll-Klassikern wie „Heroes“ von David Bowie bis hin zu „Non, Je ne regrette rien“ von Edith Piaf eine bunte Musikmischung im Gepäck.

Bunt, extravagant und – wie der Name der Band schon sagt – glitzernd waren auch die Kostüme der fünf Musiker in High Heels. Sie fügten sich perfekt in das grandiose Ambiente des großen, bunt ausgeleuchteten Kulturzelts ein.

„Gleich fliegt das Toupet weg“.

Die Bühnenshow der Braunschweiger Glamrock-Band begeisterte das Publikum, Sänger Sweety Glitter riss mit seiner charmanten Performance alle mit.

„Gleich fliegt das Toupet weg“, witzelte eine Zuschauerin. Die Stimmung wurde von Lied zu Lied ausgelassener, vor der Bühne wurde ausgiebig das Tanzbein geschwungen und lautstark mitgesungen. Die Menge war so begeistert von den unverwechselbaren Musikern, dass sie gleich mehrere Zugaben spielen durften.

Ein rundum gelungener Auftakt in das Festival-Wochenende, der die Vorfreude auf die weiteren Festival-Tage weckte. Denn: „Gemeinsam die Musik im gleichen Moment zu teilen, das bleibt einfach unersetzbar“, so der Sänger Sweety Glitter.

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