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Unplugged-Abend im Beat-Club-Zelt mit den besten Songs der Beat-Geschichte

Die großen Hits der Idole

Greven

Schönes Finale des 9. Grevener Beat-Festivals. Die großen Hits der größten Stars der Szene kamen unplugged auf die Bühne.

Von Günter Benning

Reggatta De Blanc lieferte den Rock geradeheraus, wie man ihn von Sting und von Police gewohnt ist. Foto: Günter Benning

Am Samstag wäre John Lennon 81 geworden. Der Held einer ganzen Musik-Generation, den ein geisteskranker Fan vor 41 Jahren erschoss. Stefanie Hempel steht da etwas sentimental auf der Bühne im Sparkassen-Zelt am Emsdeich. Und dann lässt sie die großen Hits ihrer Idole auferstehen. Unsterbliche Beatles-Melodien, auch wenn sie nur von zwei Gitarren gespielt werden. Ein Auftakt für den Unplugged-Abend des Beat-Clubs-Festivals, wie er schöner nicht hätte sein können.

Denn Hempel, die Ostdeutsche, erklärt die Musik so wie bei ihren Hamburger Beatles-Wanderungen. Dass zum Beispiel „Mother Mary“ in „Let It Be“ nicht die Jungfrau Maria, sondern Mary Mc Carthy gewesen sei. Und dass sie selbst ihre Schwester Claudi beneidet habe, weil es doch im Text hieß: „And when the night was cloudy.“

Ja, als Kind lernte Hempel halt Russisch und nicht die Sprache der Beatles.

Nach ihr – und dem Gitarristen Ben Barritt – schien ein anderes Legenden-Duo wieder aufzuerstehen. Im Graceland Duo schwelgten Folkrocker Thomas Wacker und Thorsten Gary im Repertoire von Simon & Garfunkel.

Das ging von Welthits wie El Condor Pasa bis zur Hymne „A Heart In New York“. Die Original-Stimme von Art Garfunkel schien aus den Boxen zu fließen. Und das Publikum machte automatisch mit. „The Boxer“ mündete im gemeinsamen „Lie la lie, lie la lie la lie la lie.“

Toll auch das Streichquartett aus Italien, Japan und Russland, das den smarten Songs noch etwas Theatralik beimischte. Beim Cellisten riss schon nach dem ersten Stück ein Pferdehaar am Streichbogen.

Regatta De Blanc wurden gradlinig rockig, als sie Sting und Police auf die Bühne brachten. Sänger Michael Giese blieb zwar beim E-Bass („Police haben immer mit E-Gitarren gespielt“). Aber die Band konnte sich erst mal an dem Unplugged-Album von Sting aus dem Jahr 1992 halten. Message In A Bottle, Walking On The Moon – da fingen bei dieser Stuhlveranstaltung am Bühnenrand doch einige an zu tanzen.

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