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Einweihung der „EMSnadel“-Skulptur des Grevener Künstlers Uwe Mertsch auf dem Emsdeich

Dieser Faden ließ sich gut einfädeln

Greven

Dass die „EMSnadel“ bereits Opfer von Vandalismus geworden ist, nahmen die Gäste der feierlichen Einweihung der neuesten Skulptur auf dem Emsdeich in Greven am Sonntagvormittag mit Bedauern zur Kenntnis. Von dem Schaden an dem roten Faden aus Stahl war da aber schon nichts mehr zu sehen. Mitarbeiter der Firma Ebbert, die das Kunstwerk zusammen mit der Werte-Stiftung Münsterland gesponsort hat, hatten ihn kurzfristig repariert.

Katja Niemeyer

Feierliche Einweihung der Emsnadel mit dem Grevener Künstler Uwe Mertsch am Sonntagvormittag auf dem Emsdeich. Foto: Katja Niemeyer

Dass die „EMSnadel“ bereits Opfer von Vandalismus geworden ist, nahmen die Gäste der feierlichen Einweihung der neuesten Skulptur auf dem Emsdeich in Greven am Sonntagvormittag mit Bedauern zur Kenntnis. Von dem Schaden an dem roten Faden aus Stahl war da aber schon nichts mehr zu sehen. Mitarbeiter der Firma Ebbert, die das Kunstwerk zusammen mit der Werte-Stiftung Münsterland gesponsort hat, hatten ihn kurzfristig repariert.

Der Künstler zeigte sich dankbar. Zusammen mit Christa Waschkowitz-Biggeleben, erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, löste er die große rote Schleife, die um die Spule geschlungen war. „Dieser Faden“, sagte Waschkowitz-Biggeleben in ihrer kurzen Festrede vor rund 40 Gästen, „ließ sich gut einfädeln“.

Mit dem Kunstwerk aus Stahl soll an die Textilproduktion erinnert werden, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Industriezweige in Greven war. Schwungvoll fädelt sich ein roter Faden in das Öhr einer sieben Meter langen, aufrecht stehenden Nadel. Daneben: eine zwei Meter breite Spule.

In der Skulptur, erläutert Helga Averbeck, „wird die Tradition, sprich die Nadel, mit der Moderne, sprich Spule einer Nähmaschine, durch einen roten Faden miteinander verbunden, der seinerseits mit seinem Schwung Tatkraft und Begeisterung für eine Sache ausdrücken soll.“ Averbeck ist die Frau des Künstlers. An die Gäste gerichtet sagte sie noch, dass das Werk auch etwas mit zusammenfügen und Zusammenhalt zu tun habe. Und dass es Greven „in ein gutes Licht rückt“.

Uwe Mertsch und Helga Averbeck waren zur Einweihung der Skulptur aus Bratislava angereist. Der Grevener Künstler stellt seit mehr als 25 Jahren an verschiedenen Orten in der Welt aus. Zuletzt waren seine Werke vor allem in Taiwan, aber auch in Frankfurt und Köln zu sehen.

Andreas Hartmann, Kuratoriumsmitglied der Werte-Stiftung Münsterland, nannte die Emsnadel ein „Aushängeschild für Greven mit Strahlkraft in die Region und darüber hinaus“. Die Stiftung hatte 6500 Euro für das Projekt gespendet. Hinter ihr steht die Volksbank Münsterland Nord, der Hartmann als Regionaldirektor vorsteht.

Ein weiterer Sponsor ist die Schlosserei Ebbert. Wie EFI-Mitglied Werner Peters ausführte, hatte sie die Skulptur nach einem Entwurf von Uwe Mertsch gefertigt. Die Emsnadel ist das 12. Werk auf der Kunstmeile zwischen den beiden Emsbrücken.

EFI (Erfahrungswissen für Initiativen) ist ein Projekt in Greven mit dem Ziel, die Erfahrungen aktiver, älterer Menschen, die sie im Beruf, in der Familie und im Alltagsleben erworben haben, im ehrenamtlichen bürgerschaftlichen Engagement einzubringen. Für das Emsdeich-Kunstprojekt ist die Initiative immer wieder auf Spenden angewiesen, wie Peters betonte. Weitere Projekte seien in der Mache. „Der Emsweg ist noch nicht zu Ende.“

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