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TBG legen Wildblumenwiesen an

Eine Bienen- und Augenweide

Greven

Wildblumen überall. Die Technischen Betriebe haben in den letzten Wochen viele Flächen neu eingesät. Gut für Schmetterlinge und Bienen.

Eichen in der Wöste: Ein spezieller Mykorrhiza-Pilz, der um die Baumwurzeln eingebracht wurde, soll dafür sorgen, dass die Eichen besser mit Nährstoffen versorgt werden. Foto: Stadt Greven

Mitarbeiter der Technischen Betriebe Greven (TBG) haben in den vergangenen Wochen auf ganz unterschiedlichen Flächen im Stadtgebiet rund 10 000 qm Wildblumenwiese eingesät.

Wenn die Saat aufgeht, wird es im Lauf des Sommers bunt und krabbelig in den Uferbereichen von acht Regenrückhaltebecken, in den Randzonen von Sportflächen und auch auf dem Gelände der Grevener Kläranlage: Überall dort waren die Grünpfleger der TBG bis vor wenigen Tagen unterwegs, haben den Boden großflächig aufgelockert und eine besondere „Regio-Samenmischung“ in die Erde eingearbeitet.

Das Saatgut kommt aus regionaler Vermehrung, es werden daraus also ausschließlich Wildblumen sprießen, die hier typisch sind – und damit auch als gute Futterquelle für heimische Schmetterlinge, Bienen und andere Nützlinge dienen.

TBG legen Wildblumenwiesen an: Bienen- und Augenweide Mitarbeiter der Technischen Betriebe Greven (TBG) haben in den vergangenen Wochen auf ganz unterschiedlichen Flächen im Stadtgebiet rund 10.000 qm Wildblumenwiese eingesät. Foto: Stadt Greven

Die Wiesen aus der Regio-Mischung sollen nur einmal im Jahr gemäht werden, die Samen der Blühpflanzen können sich so also von allein wieder aussäen, so dass mit wenig Aufwand eine mehrjährige Wildblumenflora gedeihen kann – sofern die Flächen möglichst nicht betreten und die Blumen nicht massenhaft abgepflückt werden.

„Wir gehen natürlich davon aus, dass sich die vorbeikommenden Grevenerinnen und Grevener einfach an den Blumen und an Schmetterlingen und Bienen freuen werden und die Blühflächen schonend behandeln“, sagt André Kintrup, der bei den TBG fürs Grün zuständig ist. „Die Flächen können einen wichtigen Beitrag für den Schutz von nützlichen Tier- und Pflanzenarten leisten. Und fürs Stadtklima ist Grün auch immer gut – fürs Wohlfühlklima sowieso.“

Besondere Aufmerksamkeit haben die städtischen Grünpfleger auf den Bereich rund um die Eichenreihe im noch jungen Wöstenpark gelegt: Die etwa 500 Quadratmeter große Fläche um die alten Bäume wurde eingezäunt und der Boden belüftet, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Ein spezieller Mykorrhiza-Pilz, der um die Baumwurzeln eingebracht wurde, soll dafür sorgen, dass die Eichen besser mit Nährstoffen versorgt werden, die der Pilz aus dem Boden holt und an die Bäume weitergibt. Außerdem wurde unter den Eichen Waldstaudenroggen gesät. Dessen Wurzeln sollen die erneute Verdichtung des Bodens verhindern.

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