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Grevener Uwe Mertsch stellt in Gravenhorst aus

Eine Wolke aus Greven in Gravenhorst

Greven/Ibbenbüren

Uwe Mertsch ist ein „ewig Suchender“ in Sachen Kunst und hat sich bereits auf vielen Gebieten kreativ betätigt. Derzeit ist er auf der Ausstellung „Kunst in der Region“ im Kunsthaus Kloster Gravenhorst mit dem Werk „Wolke“ vertreten.

Peter Henrichmann

Uwe Mertsch  – Künstler mit einiger internationaler Erfahrung – wird in diesem Jahr bei „Kunst in der Region“ im DA – Kunsthaus Kloster Gravenhorst mit von der Partie sein. Foto: hen

Region – das passt überhaupt nicht zu Uwe Mertsch. Weltbürger – mit leichtem Asien-Tick – schon viel eher. Kunst passt auch. Sehr gut sogar: Ein „ewig Suchender“ in Sachen Kunst, das ist er. Und will er sein: „Ein Ende der Kreativität gibt es nicht“, sagt Uwe Mertsch. Der 53-Jährige stammt aus Münster. Er hat seinen heimatlichen Rückkehrpunkt aus weiter Welt immer wieder mal in Greven – und insofern passt Region ja doch ... Was also liegt näher, als bei „Kunst in der Region“ im Kunsthaus Kloster Gravenhorst dabei zu sein?

„Nur vom Hörensagen kannte ich bisher diesen magischen Ort Gravenhorst“, sagt Uwe Mertsch. Kein Wunder, hat er doch in den vergangenen 25 Jahren auf der ganzen Welt gelebt. Und quasi global künstlerisch gearbeitet. Zusammen mit seiner Frau Helga Averbeck (sie unterrichtet an Deutschen Schulen im Ausland) war Mertsch immer für einige Jahre u.a. in Spanien, Ecuador, Nigeria, Mexico, Pakistan, Taiwan, USA, Guatemala, China – kurz: Überall.

Ind überall hat er gemalt, gezeichnet, geschrieben, skulpturiert, war Bildhauer, Aphorismen- oder Buch-Autor, hat architektonisch gearbeitet. „Offenheit ist wichtig“, sagt Uwe Mertsch. Und meint immer wieder neue Schritte zu gehen, immer wieder etwas auszuprobieren, neue Materialien, neue Techniken – so viele Ideen. Er hat das mal ausgereizt, als er in Guatemala City wohnte: Neun Monate, und 10 000 Bilder gemalt. „Es war ein Test, wie viel geht“, sagt Mertsch. Es ging noch was ... kein Ende der Kreativität.

Kunst macht er, der mal freie Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert hat, schon „soooooo lange ...“ Beziffern kann er das nicht. Die Werke sind ungezählt, Kunst ist für ihn wohl auch unzählbar. Aber sehr wohl verbunden mit dem Wort „Erfolg“: Etliche Jahre hat Uwe Mertsch auf Taiwan verbracht, hat dort mit der „Apollo Art Gallery“ einen Fixpunkt gefunden, bei dem er künstlerisch unter Vertrag steht. Gezeigt hat er seine Werke bei vielen namhaften Ausstellungen weltweit. Und so sind einige Bilder in jedem Land, in dem er gelebt hat, geblieben.

„Gravenhorst“, sagt er, „da hat mich jetzt das Schicksal hingeführt.“ Bei einem Heimataufenthalt in Greven fiel ihm ein Zeitungsausschnitt in die Hand. Von „Kunst in der Region“ war da zu lesen und das man sich bewerben kann. Das hat Uwe Mertsch getan. Als einer von 300 Künstlern aus der Region Kreis Steinfurt und dem ganzen Euregio Grenzgebiet. Eine Jury wählte 20 Künstler aus, die im Oktober/November etwas über 40 Werke in Gravenhorst zeigen werden.

Von Uwe Mertsch wird die „Wolke“ zu sehen sein: Ihre erfolgreiche Premiere (verkauft) hatte diese Wolke kürzlich bei der Kunstmesse „Art Prag“: „Die Resonanz war sehr gut, die Menschen waren begeistert“, sagt der Mann, der dieses optisch luftig-leichte Werk geschaffen hat. Es ist ein 3 D-Bild, mit Acrylfarbe handgemalt auf sieben 24 x 30 Zentimeter große Glasscheiben, die im Abstand von je drei Millimeter gefasst sind. „Es ist wie ein Schnitt durch eine Wolke“, beschreibt Mertsch. Rosa ist sie – und wer möchte nicht mal auf Wolke sieben schweben?

„Es ist eine Ehre, in Gravenhorst dabei sein zu dürfen“, freut sich der Künstler aus der Region auf „Kunst in der Region.“ Freut sich auf den menschlich-persönlichen Austausch in der Ausstellung, auf viele Besucher und auf Künstler-Kollegen. Mal schauen, was die so Neues machen ...

Kunst in der Region von 18. Oktober bis 22. November.

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